Apple arbeitet an den umfangreichsten Veränderungen in der Geschichte des iPhone. Das berichtet Bloombergs Mark Gurman in einem ausführlichen Porträt über Apples Hardware-Chef John Ternus, der als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge von Tim Cook als CEO gilt. Ternus verantwortet demnach zwei Großprojekte gleichzeitig: ein faltbares iPhone, das noch in diesem Jahr vorgestellt werden soll, sowie ein Jubiläumsmodell zum 20. Geburtstag des iPhone.
Das faltbare iPhone
Beim Design des faltbaren iPhone setzt Apple auf das Buchformat, ähnlich wie Samsung es beim Galaxy Z Fold vormacht. Im aufgeklappten Zustand bietet das 7,7 Zoll Display viel Arbeitsfläche, während das 5,3 Zoll Cover-Display auf der Außenseite den schnellen Zugriff auf Benachrichtigungen und Apps ermöglicht. Ursprünglich hieß es, die Falte im Innendisplay sei praktisch unsichtbar. Spätere Berichte revidierten das. So heißt es jetzt, dass Apple auf eine Technik setzt, die die Falte zwar deutlich reduziere, aber nicht vollständig ausbügle.
Apples Lieferketten-Analyst Ming-Chi Kuo rechnet zudem mit zwei Rückkameras, einer Frontkamera und einem Touch ID-Button an der Seite statt Face ID. iOS 27 soll speziell für das Gerät angepasst werden und unter anderem die parallele Nutzung zweier Apps nebeneinander erlauben.
Das Jubiläumsmodell
Noch ambitionierter klingt das Jubiläumsmodell. Das Smartphone soll das bieten, was Apples ehemaliger Designchef Jony Ive ursprünglich für das iPhone vorgesehen hatte. Ive hatte sich lange Zeit für ein iPhone eingesetzt, das „wie eine einzige Glasscheibe“ aussehen sollte. Dabei könnten alle Außenflächen des Geräts aus Glas bestehen und so ein nahtloses Erscheinungsbild bieten.
Anders als bei den älteren Galaxy-Modellen von Samsung, deren Displays nur an den Seiten gebogen waren, soll Apples Lösung deutlich komplexer ausfallen. Die Wölbung an allen vier Kanten stellt die Fertigung jedoch vor erhebliche Herausforderungen, da das flexible OLED-Panel in den Ecken besonders präzise geformt werden muss, ohne die Bildqualität oder Haltbarkeit zu beeinträchtigen. Zusätzlich plant Apple angeblich, die Face ID Sensoren und die Frontkamera unter das Display zu verlegen, um eine komplett unterbrechungsfreie Bildschirmfront zu erreichen. Das erste iPhone hatte Apple im Januar 2007 vorgestellt.

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