Ein neuer Bericht von The Information liefert Details zur KI-Partnerschaft zwischen Apple und Google. Die beiden Unternehmen hatten im Januar eine mehrjährige Zusammenarbeit angekündigt, bei der Googles Gemini-Modelle als Basis für die nächste Generation von Apples Foundation Models dienen sollen. Laut dem Bericht geht diese Zusammenarbeit deutlich weiter als bislang angenommen.

Zugriff auf Gemini in Apples eigenen Rechenzentren
Wie The Information berichtet, hat Apple einen vollständigen Zugriff auf Googles Gemini-Modell in seinen eigenen Rechenzentren. Apple darf das Modell nicht nur nutzen, sondern auch kleinere, spezialisierte Modelle daraus ableiten. Dieser Prozess wird als „Model Distillation“ bezeichnet und beschreibt, wie ein großes Sprachmodell sein Wissen an kompaktere Modelle weitergeben kann.
Kleinere Modelle benötigen weniger Rechenleistung und liefern Ergebnisse schneller. Damit eignen sie sich besser für den Einsatz direkt auf dem iPhone oder Mac, statt in der Cloud verarbeitet werden zu müssen. Weil Apple vollen Zugriff auf Gemini hat, können die abgeleiteten Modelle nicht nur die Antworten des großen Modells imitieren, sondern auch dessen interne Berechnungswege übernehmen. Das führt zu besseren Ergebnissen bei deutlich geringerem Ressourcenverbrauch.
Apples Ziele für Siri stimmen laut der Quelle jedoch nicht immer mit den Stärken von Gemini überein. Hier könnte es in Cupertino noch eigene Lösungen geben, denn gleichzeitig arbeitet das Foundation-Models-Team weiter an eigenen Modellen.
Der Bericht bestätigt außerdem, dass Apple auf der WWDC im Juni größere Siri-Neuerungen vorstellen will. Dazu sollen unter anderem die Fähigkeit gehören, sich an frühere Gespräche mit dem Nutzer zu erinnern, sowie proaktive Funktionen, die etwa rechtzeitig vor einer Fahrt zum Flughafen an die Abfahrt erinnern.
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