Apples kompaktes MacBook Neo kommt ohne Lüfter aus. Unter Last erreicht der Prozessor deshalb schnell rund 100 Grad Celsius und drosselt sich als Folge auf etwa neun Watt herunter. Der YouTuber Kirk Endsley hat einen simplen Hardware-Mod gefunden, der das Problem abmildert.

Fotocredit: Apple
Ein billiges Pad gegen das Hitzeproblem
Endsley hat sich das Innenleben des MacBook Neo genauer angesehen und dabei eine Schwachstelle im thermischen Design identifiziert. Ab Werk leitet nur ein dünnes Pad die Wärme vom Chip weiter, eine direkte Verbindung zum Aluminiumgehäuse fehlt. Die Hitze sammelt sich dadurch auf wenigen Quadratzentimetern rund um den Prozessor, statt sich großflächig zu verteilen. Dass mehr Luftzufuhr allein nichts bringt, hat Endsley mit einem Test bei geöffneter Bodenplatte bestätigt.
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Die Lösung ist denkbar einfach. So setzt Endsley ein zusätzliches Wärmeleitpad für rund 10 Euro zwischen Prozessorbereich und Gehäuseunterseite ein. Die Bodenplatte lässt sich mit wenigen Schrauben lösen. Die Wärme verteilt sich nach dem Umbau besser über die Aluminium-Unterseite und wird schneller abgeführt. Der Prozessor erreicht dadurch später die kritische Temperatur, ab der er drosselt. Somit kann er länger mit höherer Leistung laufen. Statt auf neun Watt herunterzuregeln, hält der Chip im Test dauerhaft zehn bis elf Watt. In Geekbench schlägt sich das in einem Sprung von den ursprünglichen 1.550 auf über 1.700 Punkte nieder, bei laut Endsley weiterhin akzeptabler Gehäusetemperatur.
Die Verbesserung macht für Tabellenkalkulationen und Surfen keinen Unterschied. Wer aber regelmäßig exportiert, kompiliert oder andere rechenintensive Aufgaben erledigt, bekommt mit minimalem Aufwand spürbar mehr Dauerleistung aus dem günstigen MacBook.
Auch wenn der Eingriff technisch simpel ist, sollte man sich mit dem Öffnen von Laptops nicht zum ersten Mal am MacBook Neo versuchen. Wer schon mal ein Notebook aufgeschraubt und Komponenten getauscht hat, dürfte aber keine Probleme haben. Der größere Haken betrifft die Garantie. Wer das Gehäuse öffnet, riskiert den Verlust der Garantie. Im schlimmsten Fall wird aus dem günstigen Performance-Boost also eine teure Angelegenheit. Solche Modifikationen erfolgen immer auf eigenes Risiko.
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