50 Jahre Apple: Eddy Cue spricht über Steve Jobs, iTunes, F1 und mehr

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Anlässlich des 50. Geburtstags von Apple (Gründung am 01. April 1976) hat Senior Vice Presidnet of Services Eddy Cue ein Interview gegeben. Im Internet-Talkshow-Format TBPN sprach er über seine fast vier Jahrzehnte beim Unternehmen – und gab dabei einen persönlichen Einblick in einige der prägendsten Kapitel der Apple-Geschichte.

Eddy Cue im Interview

38 von 50 Jahren dabei

Cue kam zu Apple, als das Unternehmen noch dabei war, sich einen Namen zu machen. Die Legende von Steve Jobs hatte zwar bereits begonnen, doch was Cue antrieb, war die Überzeugung, dass Apple Menschen in die Lage versetzt, außergewöhnliche Dinge zu tun. Seitdem ist er dem Unternehmen treu geblieben – 38 der 50 Apple-Jahre.

Der Apple Online Store und der iMac-Erfolg

Ein frühes Highlight in Cues Karriere war der Aufbau des Apple Online Store. Zuvor mussten Kunden Apple-Produkte über verschiedene Vertriebskanäle kaufen. Der direkte Online-Verkauf änderte das grundlegend – und der Start des iMac bewies eindrucksvoll das Potenzial: Bereits am ersten Tag erzielte Apple damit einen Umsatz von 1 Million US-Dollar, nicht zuletzt dank des neuen eigenen Onlinekanals.

iTunes als Geburtsstunde des Services-Geschäfts

Als Chef der Services-Sparte blickt Cue auf bescheidene Anfänge zurück: Cloud-Dienste und E-Mail waren die ersten Gehversuche, zunächst kaum mehr als ein Nebenprojekt in den frühen Tagen des Internets. Der eigentliche Startschuss für Apple als Services-Unternehmen war seiner Ansicht nach die Kombination aus iPod und iTunes.

Den Start von iTunes gestaltete sich allerdings nicht einfach. Die Musikkonzerne reagierten auf das Konzept des $0,99-Songs zunächst ablehnend – „Die haben uns gesagt, wir sollen verschwinden“, so Cue. Der Preis hatte jedoch zwei entscheidende Vorteile: Erstens sorgten einheitliche Kosten dafür, dass Nutzer spontan auf den Kaufen-Button drückten, ohne lange nachzudenken. Zweitens löste Apple das Problem der Kreditkartengebühren, indem mehrere Käufe innerhalb weniger Stunden zu einer einzigen Transaktion gebündelt wurden. Das entlastete nicht nur den Kontoauszug der Nutzer, sondern reduzierte auch Apples eigene Gebührenbelastung.

Das Ergebnis überraschte die gesamte Musikbranche: In den ersten sechs Tagen nach dem iTunes-Launch verkaufte Apple eine Million Songs – die Industrie hatte ursprünglich mit einer Million Songs in sechs Monaten gerechnet.

Jobs vs. Cook – die falsche Frage

Im Gespräch über das heutige Apple wurde Cue gebeten, Steve Jobs und Tim Cook miteinander zu vergleichen. Seine Antwort: Die interessantere Frage sei nicht, was die beiden unterscheide, sondern was sie verbinde. Für beide standen Apple und Familie an erster Stelle – und Cue kenne niemanden, der härter gearbeitet habe als die beiden.

F1, Apple Vision Pro und ein Ausblick

Zum Abschluss des Gesprächs kam kurz das Thema Formel 1 auf. Cue verriet, dass 30 Prozent der F1-Zuschauer die Multiview-Funktion nutzen. Als die Moderatoren scherzhaft fragten, ob Apple Sim-Racing-Spiele für das Apple Vision Pro plane, verwies Cue darauf, dass iRacing bereits für die Plattform angekündigt sei.

Apples 50. Geburtstag endet damit ohne besondere Produktankündigungen für Verbraucher. Der Blick richtet sich nun nach vorne – zur WWDC, die schon bald vor der Tür steht.

Kategorie: Apple

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