Apple will im Epic-Games-Streit erneut vor Gericht ziehen

| 7:15 Uhr | 1 Kommentar

Apple will den Rechtsstreit mit Epic Games auf die höchste Ebene bringen. In einem neuen Antrag hat das Unternehmen angekündigt, den US Supreme Court um eine Überprüfung des jüngsten Urteils im App-Store-Streit zu bitten.

Der Streit geht in die nächste Runde

Vor wenigen Tagen hatte das Berufungsgericht des Neunten Bezirks Apples Antrag auf Neuverhandlung einstimmig abgelehnt. Apple hatte sowohl eine erneute Anhörung durch das ursprüngliche Dreier-Gremium als auch eine sogenannte En-banc-Überprüfung beantragt, bei der alle Richter des Neunten Bezirks gemeinsam entscheiden. Beide Anträge scheiterten.

Der Streit dreht sich um eine Anordnung aus dem Jahr 2021, die Apple verpflichtet, Entwicklern die Verlinkung auf externe Bezahloptionen außerhalb des App Store zu erlauben. Ein Gericht stellte später fest, dass Apple gegen diese Anordnung verstoßen hatte, weil eine Gebühr von 27 Prozent auf externe Käufe die ursprüngliche Verfügung unterlief. Die vom Gericht angeordneten Änderungen gelten für alle US-Entwickler, nicht nur für Epic Games.

Genau hier setzt Apples Argumentation an. Das Unternehmen hält den Umfang der Anordnung für zu weitreichend, weil sie über den konkreten Streit mit Epic hinaus auf sämtliche Entwickler ausgedehnt wurde. Neben der Überprüfung durch den Supreme Court beantragt Apple auch eine Aussetzung des Urteils, um die geforderten Änderungen am App Store so lange zu pausieren, bis das Gericht über die Annahme des Falls entschieden hat. Das Berufungsgericht gewährte Apple diese Pause, obwohl es die inhaltliche Neuverhandlung abgelehnt hatte. Solange das Verfahren vor dem Supreme Court läuft, greifen die Änderungen am App Store somit nicht.

Epic Games reagierte laut TechCrunch scharf. Sprecherin Natalie Munoz bezeichnete Apples Vorgehen als weitere Verzögerungstaktik, mit der das Unternehmen verhindern wolle, dass Gerichte Apples Gebührenpraxis für externe Zahlungen dauerhafte Grenzen setzen. Laut Epic hätten sich bisher nur wenige Entwickler getraut, von ihrem Recht auf externe Bezahlwege Gebrauch zu machen. Epic fechtet die Aussetzung nun mit einem eigenen Antrag an, in dem das Unternehmen argumentiert, die Entscheidung sei voreilig gefallen, bevor Epic nach den geltenden Verfahrensregeln hätte Stellung nehmen können.

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • Gast1

    Also ….ich suche mir den besten Werbeplatz in der Stadt , zB. ein Top-Kaufhaus . Da gehe ich hin und stelle mein Werbeplakat auf welches meine Produkte , ein Hinweis auf mein Geschäft und Wegbeschreibung steht . Es ist mal eben 2 mal 3 m groß und kostet NICHTs.
    So macht es EPIC mit Apple und die Richter finden das richtig. Ich kann im Netz nicht eine Seite ohne Werbung oder Zustimmung zur Nutzung meiner Daten öffnen.
    Aber dieser Firma hat man genau das erlaubt durch einen Richterspruch , sie stellen ihre Software im App-Store aus und nutzen die riesige und sehr Lukrative Werbeplattform kostenlos. Apple darf nicht an Ihnen verdienen.
    Das finde ich nicht richtig.

    08. Apr. 2026 | 15:55 Uhr | Kommentieren

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