Laut einem neuen Bericht von Counterpoint Research hat Apple im ersten Quartal 2026 erstmals die globale Smartphone-Rangliste für ein erstes Quartal angeführt. Der iPhone-Hersteller steigerte seine weltweiten Lieferungen trotz eines insgesamt schwachen Marktumfelds um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Chip-Knappheit bremst den Markt
Während Apple zulegte, verzeichneten die übrigen Hersteller teils deutliche Rückgänge, die vor allem auf die anhaltende Knappheit bei DRAM- und NAND-Speicherchips zurückzuführen sind. Einige Anbieter verloren dabei bis zu 19 Prozent an Absatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig stiegen die Produktionskosten so stark, dass viele Hersteller die höheren Kosten an die Verbraucher weitergaben, was die Nachfrage zusätzlich dämpfte.
Die starke Nachfrage nach dem iPhone 17 Lineup, großzügige Inzahlungnahme-Aktionen und die enge Einbindung der Nutzer ins Apple-Ökosystem sorgten laut Counterpoint Research dafür, dass Apple von den Rückgängen kaum betroffen war. Zusätzlich schützen Apples hochpreisige Positionierung und eine vertikal integrierte Lieferkette den Konzern besser gegen Speicherengpässe als die meisten Wettbewerber. Besonders deutlich fiel Apples Wachstum in China, Indien und Japan aus. Apple konnte im ersten Quartal insgesamt einen Marktanteil von 21 Prozent verbuchen.
Samsung landete mit einem Marktanteil von 20 Prozent auf dem zweiten Platz, verzeichnete beim Absatz aber ein Minus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Xiaomi folgte mit 12 Prozent Marktanteil und einem Absatzrückgang von 19 Prozent, was den größten Rückgang unter den Top-5-Herstellern darstellt. OPPO kam auf 11 Prozent (minus 4 Prozent bei den Auslieferungen), vivo auf 8 Prozent (minus 2 Prozent). Die übrigen Anbieter teilten sich einen Marktanteil von 28 Prozent, was einem Absatzrückgang von 10 Prozent entspricht.
Zwei Hersteller außerhalb der Top 5 verzeichneten ein deutliches Wachstum. So legte Google um 14 Prozent zu, Nothing sogar um 25 Prozent. Ihre absoluten Stückzahlen sind allerdings noch zu gering, um in der Rangliste aufzutauchen.
Laut Counterpoint Research dürfte die Speicherkrise bis Ende 2027 anhalten. Hersteller werden zunehmend auf Marge statt auf Volumen setzen, schwächere Modelle aus dem Portfolio streichen und vermehrt auf aufgearbeitete Geräte setzen, um preisbewusste Käufer zu halten.
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