Alexa+ startet in Italien und kostet 22,99 Euro pro Monat

| 18:15 Uhr | 0 Kommentare

Italien ist das erste europäische Land, in dem Amazon seine neue Sprachassistenz Alexa+ offiziell anbietet. Der Dienst läuft dort ab sofort im Early Access und ist während dieser Phase kostenlos. Später wird Alexa+ Teil von Prime, für Kunden ohne Prime-Abo verlangt Amazon 22,99 Euro pro Monat. Dieses Preismodell dürfte dann auch die Vorlage für den weiteren europäischen Rollout sein.

Fotocredit: Amazon

Alexa+ startet in Italien

Mit dem Start in Italien ist Alexa+ erstmals außerhalb der Vereinigten Staaten offiziell verfügbar. Deutschland hängt dagegen weiter in einer geschlossenen Beta fest, zu der nur eingeladene Nutzer Zugang haben. Dort zeichnet sich bereits ab, wo die Stärken und Schwächen der neuen Version liegen. Bei Wissensfragen und längeren Dialogen arbeitet Alexa+ deutlich souveräner als der Vorgänger, während simple Kommandos wie Timer oder Lichtsteuerung gelegentlich länger dauern als gewohnt.

Alexa+ ist deutlich flexibler als der Vorgänger, wenn es um die Kommunikation geht. Statt präziser Sprachbefehle können Nutzer eine Situation schildern, woraus Alexa+ dann die passende Aktion ableitet. Die zugrunde liegende generative KI erlaubt freier formulierte Fragen, Folgefragen im Kontext und mehrschrittige Aufgaben wie das Planen eines Abendessens samt Einkaufsliste und Timer für die Zubereitung.

Italienische Sprachmodelle mit regionalen Eigenheiten

Ein wichtiger Aspekt des Italien-Starts ist die sprachliche Lokalisierung. Amazon hat die Modelle nach eigenen Angaben auf italienische Alltagssprache trainiert, inklusive regionaler Begriffe und Formulierungen, die in Standardtexten kaum auftauchen. Das ist für eine dialogorientierte Assistenz entscheidend, weil Nutzer ihre Sprechgewohnheiten in der Regel nicht an ein technisches System anpassen.

Auf der Hardware-Seite bleibt Alexa+ an leistungsfähigere Echo-Geräte gebunden. Ältere Lautsprecher und Displays unterstützen die neue Version nicht, weil die generative Verarbeitung mehr Rechenleistung verlangt als die bisherige Alexa. Empfohlen sind aktuelle Modelle wie der Echo Show 8 und der Echo Show 11 sowie neuere Lautsprecher mit erweiterten Fähigkeiten. Die Plattform verknüpft mehrere Dienste, sodass Alexa+ nicht nur Antworten liefert, sondern auch aktiv Bestellungen auslöst oder Termine einträgt.

Wann weitere europäische Märkte folgen, hat Amazon nicht kommuniziert. Dass der Konzern mit einem einzelnen Land beginnt und nicht mit einem breiten Start, passt zum bisherigen Vorgehen bei Alexa-Produkten. In Deutschland bleibt vorerst nur der Weg über die geschlossene Beta.

Kategorie: Allgemein

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