Apple prüft derzeit vier größere Änderungen an der iPhone-Kamera, von denen die erste bereits mit den iPhone 18 Pro Modellen im September kommen soll. Das berichtet der chinesische Leaker Digital Chat Station auf Weibo. Die übrigen drei Punkte befinden sich noch in einer früheren Entwicklungsphase und sollen mit den nächsten iPhone-Generationen umgesetzt werden.

Variable Blende für das iPhone 18 Pro
Digital Chat Station listet folgende Upgrades auf: eine variable Blende, einen besonders großen Hauptsensor im Format 1/1,12 Zoll, eine verbesserte optische Bildstabilisierung für das Ultraweitwinkelobjektiv sowie ein Periskop-Teleobjektiv mit 200 Megapixeln.
Die variable Blende gilt seit Längerem als gesetzt für das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max, die im September 2026 erwartet werden. Apple-Analyst Ming-Chi Kuo hatte bereits im Dezember 2024 gemeldet, dass beide Modelle eine solche Blende in der Hauptkamera bekommen sollen. Im Oktober folgte ein weiterer Bericht, wonach Apple die Pläne weiterverfolgt und bereits mit Zulieferern über die Komponenten spricht. Mittlerweile soll bereits die Produktion für die einzelnen Komponenten des Blendenmechanismus angelaufen sein.
Bislang hat Apple in keinem iPhone eine variable Blende verbaut. Vom iPhone 14 Pro bis zum iPhone 17 Pro arbeitet die Hauptkamera mit einer fest eingestellten Blende von ƒ/1,78. Das Objektiv bleibt also bei jeder Aufnahme vollständig geöffnet, unabhängig von den Lichtverhältnissen. Eine variable Blende funktioniert anders. Die Kamera kann steuern, wie viel Licht den Sensor erreicht. In dunklen Umgebungen öffnet sie sich weiter, bei Gegenlicht oder Sonne schließt sie sich, um eine Überbelichtung zu vermeiden. Für Nutzer bedeutet das auch mehr Kontrolle über die Tiefenschärfe, was besonders bei Porträts und bei Aufnahmen mit freigestelltem Hintergrund von Vorteil ist.
Weitere Upgrades
Die Bezeichnung 1/1,12 Zoll beim geplanten Hauptsensor bezeichnet nicht direkt die Größe des Sensors. Die tatsächliche Diagonale des Sensors liegt bei rund 14,3 Millimetern, für einen Smartphone-Sensor ist das sehr groß. Sony nutzt dieselbe Größe beim LYT-901, der aktuell im Vivo X300 Ultra verbaut wird. Gegenüber dem 1/1,28-Zoll-Sensor des iPhone 17 Pro wäre das ein deutlicher Sprung, der bessere Ergebnisse bei wenig Licht, einen höheren Dynamikumfang und ein besseres Signal-Rausch-Verhältnis bringen würde.
Zur verbesserten Bildstabilisierung der Ultraweitwinkel-Kamera nennt Digital Chat Station keine weiteren Details. Das 200-Megapixel-Periskop-Teleobjektiv hat der Leaker schon mehrfach erwähnt, zuletzt mit der Einschränkung, dass die Technik vor 2028 kaum in einem iPhone auftauchen dürfte.
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