Apple-Music-Chef: Die meisten Hörer merken keinen Unterschied zu Lossless Audio

| 19:23 Uhr | 2 Kommentare

Apple Music bietet seit 2021 den kompletten Katalog in Lossless-Qualität an, ohne Aufpreis. Trotzdem spielt das Format in Apples Marketing eine Nebenrolle, während Spatial Audio (3D-Audio) prominent im Vordergrund steht. Warum das so ist, hat Oliver Schusser in einem Interview mit Billboard offen erklärt. So räumte der Vice President für Apple Music ein, dass die meisten Hörer den Unterschied zu komprimierter Musik ohnehin nicht wahrnehmen.

Apples Marketing setzt lieber auf Spatial Audio

Lossless bedeutet, dass die Musik ohne die Datenreduktion wiedergegeben wird, die sonst bei den gängigen komprimierten Formaten anfällt. Apple Music bietet zwei Stufen an: reguläres Lossless bis 24-Bit/48 kHz und Hi-Res Lossless bis 24-Bit/192 kHz, was der Auflösung vieler Studio-Master entspricht. Für Hörer mit entsprechender Hardware kann das ein spürbarer Qualitätsgewinn gegenüber komprimierten Streams sein. Andere Streaming-Dienste wie Tidal oder Qobuz haben ihre Positionierung jahrelang genau darauf aufgebaut. Apple hätte also allen Grund, mit dem kostenlosen Lossless-Angebot offensiv zu werben. Stattdessen bleibt es bei einem Hinweis in den Einstellungen.

Der Grund für die Zurückhaltung ist relativ pragmatisch. Laut Schusser nehmen die meisten Hörer den Unterschied zwischen Lossless und komprimierter Musik schlicht nicht wahr. Zudem sollte man bedenken, dass die Kopfhörer und Abspielgeräte das Format unterstützen müssen. Ein Vorteil, der beim Hören nur wenigen auffällt oder nicht wiedergegeben wird, lässt sich im Marketing kaum transportieren. Spatial Audio klingt dagegen auch auf einfachen Kopfhörern erkennbar anders. Der räumliche Effekt funktioniert als Differenzierungsmerkmal, das sich akustisch sofort erschließt.

Wie Schusser erklärt, positioniert Apple Lossless Audio deshalb als Selbstverständlichkeit im Abo, nicht als Verkaufsargument. Jeder, der es hört, kann sich freuen. Spatial Audio übernimmt derweil die Rolle, die bei Konkurrenten wie Tidal oder Qobuz die Hi-Res-Formate spielen.

Kategorie: Apple

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2 Kommentare

  • Julian

    Ich bin nur genau aus diesem Grund und der Tatsache, dass sie Künstlern mit am meisten zahlen bei Apple Music.
    Also ich bin dann wohl einer def wenigen, dem der Unterschied auffällt. 😅

    23. Apr. 2026 | 19:59 Uhr | Kommentieren
  • Instinct23

    Die Mehrheit der Menschen ist dumm und merkt den Unterschied nicht, big news. Hätte ich dem auch sagen können…

    24. Apr. 2026 | 7:18 Uhr | Kommentieren

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