Insta360 hat im vergangenen Jahr mit der Insta360 X5 eine 360-Grad-Action-Kamera als Nachfolger der X4 auf den Markt gebracht. Mit dem Nachfolgemodell verspricht der Hersteller vor allem in zwei Kernbereichen einen deutlichen Sprung: Bildqualität und Akkulaufzeit. Ob die X5 dieses Versprechen einlöst und für wen sich das Upgrade lohnt, klären wir in unserem Test.

Insta360 X5 im Test
Die Temperaturen sind in den letzten Wochen deutlich angestiegen und die Sonne zeigt sich zu dieser Jahreszeit auch schon deutlich öfter als es noch im vergangenen Monat der Fall war. Kurzum: Die Outdoor-Saison nimmt langsam aber sicher Fahrt auf und viele Nutzer möchten ihre Outdoor-Erlebnisse – sei es daheim oder im Urlaub .- festhalten. Dies haben wir zum Anlass genommen, eine robuste und leistungsstarke 360-Grad-Kamera genauer unter die Lupe zu nehmen. Konkret ist unsere Wahl auf die Insta360 X5 gefallen. Diese könnt ihr einzeln oder in Kombination mit verschiedenem Zubehör als Bundle kaufen.
- 8K 30 fps 360°-Videos mit zwei 1/1,28"-Sensoren: Erfasse atemberaubende Details mit zwei...
- Dreifach-KI-Chip-Design, besser bei wenig Licht: Schwierige Lichtverhältnisse sind für deine...
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Das Standard-Bundle beinhaltet die eigentliche Kamera und einen Akku und wird zum Listenpreis von 589,99 Euro angeboten. Unsere Wahl fiel allerdings auf das Insta360 X5 Essential Bundle. Dieses wird zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 699,99 Euro verkauft. Der Aufpreis ist in unseren Augen in jedem Fall gerechtfertigt und bietet „alles, um für die kommenden Ausnahmen gerüstet zu sei.

Das Essential-Bundle umfasst
- Insta360 X5
- Linsenkappe
- Standard-Linsenschutz
- Akku (vorinstalliert)
- Zusatz-Akku
- Multifunktions-Schnellladecase
- Transport-Etui
- „Unsichtbarer“ Selfie-Stick (ausziehbar auf 114cm)
Design und Verarbeitung
Wer die X4 kennt, wird die X5 auf den ersten Blick kaum unterscheiden. Beim näheren Hinsehen ist es schwer, den Unterschied zur X4 zu erkennen. Insta360 hat am bewährten Formfaktor festgehalten. Das ist keine Schwäche, sondern Konsequenz: Das schlanke, symmetrische Gehäuse mit den zwei nach außen zeigenden Objektiven funktioniert schlicht gut.
Mit Akku und microSD-Karte bringt die X5 rund 200g auf die Waage. Für den typischen Einsatz am Selfie-Stick oder am Fahrradlenker spielt das Gewicht allerdings kaum eine Rolle. Aber auch beim Tragen am Helm dürften sich die 200g nur wenig bemerkbar machen.
Das wohl wichtigste konstruktive Upgrade ist das Wechselobjektiv-System. Ältere Modelle hatten leicht beschädigbare Linsen, die schwer und teuer zu reparieren waren. Die X5 löst dieses Problem vollständig. Wer schon mal eine 360-Grad-Kamera mit einem Kratzer auf der Linse aus dem Urlaub heimgebracht hat, weiß, wie wertvoll dieses Feature ist.
Sensor und Bildqualität
Hier liegt das Herzstück des Upgrades. Die Sensoren der X5 bieten eine um 144 Prozent größere Fläche als die 1/2″-Sensoren der X4 – kombiniert mit einem neuen Triple-KI-Chip-System. In der Praxis bedeutet das: deutlich sichtbar mehr Schärfe, natürlichere Farben und eine wesentlich bessere Dynamik, besonders in Mischlichtsituationen.
Bei Tageslicht liefert der Einzellinsen-Modus mit bis zu 4K bei 60 fps fantastisch aussehende Clips mit exzellenter Klarheit, Farbgebung und Dynamik. Für reine Action-Aufnahmen ist dieser Modus oft sogar die bessere Wahl als das volle 360-Grad-Format.

Im 360-Grad-Betrieb sticht die 8K-Auflösung hervor. Gegenüber der X4, die 8K nur bei 30 fps erreichte, liefert die X5 nun 8K bei 60 fps – was beim Reframing in der Post-Produktion erheblich mehr Spielraum lässt. Für flüssigere Bewegungsszenen empfiehlt sich weiterhin 5,7K bei 60 fps, das einen guten Kompromiss aus Auflösung und Dateigröße darstellt.
Ein wichtiger Hinweis: Insta360 empfiehlt 8K-Aufnahmen vorrangig im Freien bei Bewegung, da die natürliche Luftzirkulation die Kamera kühlt.
Low Light: Der größte Sprung
Das schwächste Glied der X4 war ihre Low-Light-Performance. Die X5 macht hier große Schritte nach vorne. Die Insta360 X5 kann man bedenkenlos auch nachts einsetzen.

Der neue PureVideo-Modus ist das Schlüsselfeature hierfür. Der Modus wählt automatisch die besten Einstellungen für Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen mithilfe von KI-Optimierungen. Das Ergebnis ist sofort heller und besser belichtet – Nachkorrektur in der Post-Produktion ist in der Regel nicht notwendig.
PureVideo unterstützt Aufnahmen bis zu 8K bei 30 fps eine beeindruckende Kombination aus Auflösung und Bildqualität bei Dunkelheit. Der einzige Nachteil: Zoom in PureVideo-Footage zeigt eine leichte Weichheit. Für die meisten Anwendungsfälle dürfte dies jedoch kein Problem sein.
Akku und Laden
Der neue 2.400mAh Akku versorgt die X5 mit bis zu 208 Minuten Aufnahmezeit – 54 Prozent länger als beim Vorgänger. Im realistischen Alltagsbetrieb, also bei 8K ohne Ausdauermodus, liegt die Akkulaufzeit unserem Test zufolge deutlich niedriger – eher rund 80 Minuten. Das ist immer noch deutlich mehr als bei der X4 und reicht für die meisten Sessions ohne Akkuwechsel. Hier spielt das Essential-Bundle einen seiner Vorteile aus, da sich schlicht und einfach zwei Akkus im Lieferumfang befinden.

Besonders praktisch: Mit einem leistungsfähigen USB-C-Schnellladegerät ist die X5 in nur 20 Minuten von leer auf 80 Prozent aufgeladen. Das macht spontane Nachladepausen zwischen zwei Touren oder Drehtagen deutlich weniger stressig.
Wasserdichtigkeit und Robustheit
Die X5 ist ohne Tauchgehäuse bis 15 m wasserdicht eine Verbesserung von 50 Prozent gegenüber der X4. Das bedeutet: Surfen, Stand-up-Paddling und flache Tauchgänge sind problemlos möglich. Wer tiefer abtaucht oder kristallklare 360-Grad-Unterwasseraufnahmen möchte, greift zum optionalen Dive Housing, das bis 60 m zertifiziert ist.

In unserem Test hatten die Kids im letzten Urlaub definitiv viel Spaß mit der Kamera – auch rund um und insbesondere im Pool. Kurze Tauchgänge konnten problemlos und ohne weiteres Equipment festgehalten werden.

Features und Software
Die Insta360-App und Insta360 Studio gehören weiterhin zu den besten Software-Ökosystemen im Action-Kamera-Segment. Das AI Reframing ist intuitiv, das Subject Tracking zuverlässig.
Das Insta360 Studio ermöglicht Anwendern die Bearbeitung von Videos und Fotos welche mit der X5/X4/X3/ X2/X, Ace Pro 2/Ace Pro/Ace, GO Ultra/3S/3/2, ONE RS/R, Sphere, EVO, GO, ONE, Nano S, Nano oder Air aufgenommen wurden.
Die Insta360-App ist ein kreatives Werkzeug-Bundle für unterwegs und der perfekte Begleiter für eure Kamera. Überlass der künstlichen Intelligenz die Arbeit mit automatischen Bearbeitungswerkzeugen und Vorlagen oder gestaltet eure Aufnahmen mit zahlreichen manuellen Steuerelementen. Einfacher geht es kaum, Videos mit dem Smartphone zu bearbeiten.
Zwei neue Modi stechen bei der X5 hervor:
- InstaFrame nimmt gleichzeitig ein klassisches 1080p-Video für direktes Sharing und ein vollständiges 360°-Video für spätere Nachbearbeitung auf. Allerdings reduziert der Modus die maximale Framerate auf 30 fps und deaktiviert HDR.
- Active HDR ist der Modus der Wahl für kontrastreiche Outdoor-Szenen. Die X5 verfügt über einen integrierten HDR-Modus, bei dem Aufnahmen automatisch in Insta360 Studio zusammengeführt werden – die Bearbeitungszeit sinkt von 10–15 Minuten auf unter eine Minute.
Besonders im Alltag überzeugend: Sprachsteuerung, Gestensteuerung und Stabilitätsfunktionen wie FlowState und 360°-Horizonsperre, die man einfach einschaltet und vergisst.
Für wen lohnt sich die X5?
Wer noch nie eine 360-Grad-Kamera besessen hat, braucht nicht lange zu überlegen: Die X5 ist eine klare Kaufempfehlung. Wer von einer X3 oder einem älteren Modell kommt, profitiert ebenfalls enorm vom Upgrade. Wer dagegen bereits eine X4 besitzt, muss abwägen: Die Verbesserungen bei Low Light und im Workflow sind spürbar, aber kein Muss – es sei denn, das Wechselobjektiv-System ist ein entscheidendes Argument.

Die X5 kostet in der Standard-Version 589,99 Euro. Das Essential-Bundle liegt bei 699,99 Euro. Der Straßenpreis liegt für beide Varianten niedriger, was die Kamera noch einmal attraktiver erscheinen lässt.
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Fazit
Die Insta360 X5 ist in nahezu jeder Hinsicht die bessere X4. Der deutlich größere Sensor, PureVideo für echte Low-Light-Tauglichkeit, wechselbare Objektive und ein deutlich verbesserter Akku machen sie zur aktuell vermutlich besten 360-Grad-Kamera auf dem Markt. Der höhere Preis ist angesichts der gebotenen Leistung gerechtfertigt – zumal der günstigste aller möglichen Schäden, ein Linsenkratzer, nun kein Totalschaden mehr ist, sondern einen kleinen Austausch mit sich bringt.









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