Apple bleibt nach Angaben von Counterpoint Research der größte Hersteller von Smartphones mit Satellitenfunktion. Bis 2030 sollen 46 Prozent aller weltweit ausgelieferten Smartphones eine Satellitenverbindung ermöglichen.

Fotocredit: Apple
Apples Vorsprung seit dem iPhone 14
Den Anstoß für einen Trend zu Smartphones mit Satellitenfunktionen gab Apple 2022 mit der Einführung von „Notruf SOS via Satellit“ beim iPhone 14. Hierfür arbeitet Apple mit dem Satellitenpartner Globalstar zusammen, der nun von Amazon übernommen wird.
Seit dem iPhone 14 hat Apple seine Spitzenposition in dem Marktsegment gehalten. Im Android-Lager liegt Samsung vorn, während Huawei und Google ebenfalls auf eigene Lösungen setzen. Xiaomi, OPPO, HONOR und vivo orientieren sich dagegen am offenen 3GPP-Standard für nicht-terrestrische Netze (NTN), der eine breite Skalierbarkeit und Interoperabilität verspricht.
Die Zukunft der Satellitenverbindung
Der Markt wird bisher klar vom Premiumsegment getragen. Für den großen Durchbruch fehlen Anwendungen, die über Notfallszenarien hinausgehen. Apple arbeitet bereits daran, seine Satellitenfunktionen auszubauen.
Den Anfang dürfte „5G über Satellit“ machen. Die bisherige Satellitenverbindung im iPhone ist spürbar langsam, mit der iPhone 18 Generation im Herbst soll sich das ändern. Berichten zufolge bringt das neue C2-Modem im iPhone 18 Pro, im iPhone 18 Pro Max und im iPhone Ultra die Unterstützung für 5G über Satellit mit. Apple arbeitet zugleich daran, den Verbindungsaufbau weniger umständlich zu gestalten.
In Apple Maps lassen sich Karten heute zwar schon für die Offline-Nutzung herunterladen, ansonsten benötigt die App aber WLAN oder Mobilfunk. Laut Bloomberg arbeitet Apple daran, die Karten-App auch über Satellit nutzbar zu machen. Ob dafür die 5G-Fähigkeiten des C2-Modems nötig sind, geht aus dem Bericht nicht hervor, auszuschließen ist es aber nicht.
Auch beim Foto-Versand in der Nachrichten-App will Apple nachlegen. Über eine Satellitenverbindung lassen sich bisher nur Textnachrichten verschicken, künftig sollen auch Bilder möglich sein. Die vierte Neuerung richtet sich an Entwickler. Apple arbeitet an einer Schnittstelle, über die auch Drittanbieter-Apps auf Satellitenverbindungen zugreifen können. Wie die App-Anbieter die Funktion umsetzen, bleibt ihnen selbst überlassen, kompatibel wird aber wohl nicht jeder Dienst sein. Gut möglich, dass Apple den Zugang zunächst auf notfallbezogene Funktionen beschränkt und die Schnittstelle erst schrittweise breiter öffnet, wenn die Satellitenverfügbarkeit weiter zunimmt.
Auch 3GPP arbeitet an Neuerungen. „3GPP Release 17“ unterstützt aktuell nur SOS-Nachrichten und das einfache Teilen des Standorts. Mit „Release 18“ sollen weitere Funktionen hinzukommen und damit dürften auch weitere Premium-Marken einsteigen, eine Verbreitung im mittleren Preissegment wird laut Counterpoint frühestens aber erst mit „Release 19“ erwartet.
Bis 2030 sollen Apple, Google und Samsung laut Counterpoint die größten Marktanteile halten, während andere Android-Hersteller im Einstiegs- und Mittelklassebereich langsamer vorankommen.
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