Apple hat das erste Spring Forum der Apple Manufacturing Academy in East Lansing ausgerichtet. Das Forum war die bisher größte Zusammenkunft seit dem Start des Programms und brachte an der Michigan State University (MSU) mehrere hundert US-Hersteller sowie weitere Vertreter aus Industrie und Wissenschaft zusammen. Im Zentrum stand die Frage, wie mittelständische Hersteller in den Vereinigten Staaten KI-Methoden und smarte Fertigungstechniken aus der Akademie konkret in ihre Produktion übernehmen können.

Fotocredit: Apple
Apple Manufacturing Academy
Als Beispiel diente Block Imaging, ein Unternehmen aus Michigan, das medizinische Bildgebungsgeräte wie CT- und MRT-Systeme wartet und aufbereitet. Die Teilnehmer des Forums konnten die Produktion vor Ort besichtigen und sehen, wie die Firma das in der Akademie Gelernte in ihren Arbeitsabläufen anwendet. Nach Angaben des Unternehmens haben die Schulungen durch Apple-Ingenieure und MSU-Fachleute die Arbeit in der Fertigung spürbar verändert und die Qualität der Leistungen für die Kunden verbessert.
Zum Programm gehörten Besuche bei vier Einrichtungen in der Region. Neben Block Imaging zählten dazu die MSU Facility for Rare Isotope Beams, die gemeinnützige Organisation Peckham und das MSU Dairy Cattle Teaching and Research Center. Auf dem Campus selbst sprachen Vertreter von McKinsey, Magna, LightGuide und Medtronic über die Rolle von KI direkt in der Fertigung und über die Schwierigkeiten, KI-Lösungen vom Pilotbetrieb in den Produktionsalltag zu bringen. Den Abschluss des ersten Tages bildete eine Ausstellung, bei der Studierende der MSU und teilnehmende Unternehmen ihre Projekte vorstellten.
Laut Priya Balasubramaniam, Vice President of Product Operations bei Apple, soll die gemeinsam mit der MSU gegründete Akademie fortgeschrittene Fertigungsmethoden zu amerikanischen Herstellern bringen und ihnen praxisnahe Anwendungsfälle für KI und smarte Fertigung vermitteln. In einer Diskussionsrunde mit MSU-Präsident Kevin M. Guskiewicz ging es darum, wie KI die tägliche Arbeit in der Fertigung verändert und welche Fähigkeiten Beschäftigte und Studierende in einer KI-geprägten Wirtschaft künftig benötigen.
Die Apple Manufacturing Academy wurde im vergangenen Jahr als Teil der von Apple angekündigten US-Investitionen gestartet. Das Programm ist kostenlos, richtet sich an mittelständische Unternehmen in den USA und bringt Apple-Ingenieure mit Fachleuten der MSU zusammen. Nach Apples Angaben handelt es sich um die einzige Einrichtung dieser Art in Nordamerika. Bisher hat die Akademie mehr als 150 amerikanische Betriebe in Präsenzschulungen unterstützt und vor Kurzem ein virtuelles Programm ergänzt, das den Kreis der teilnehmenden Unternehmen erweitern soll.
Weitere Informationen zur Akademie und zur Anmeldung für das virtuelle Angebot stehen auf manufacturingacademy.msu.edu bereit.
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