Apple legt eine Sammelklage in den USA mit einer Zahlung von 250 Millionen Dollar bei. Die Kläger hatten dem Unternehmen vorgeworfen, mit Werbung für die personalisierte Siri-Version irreführende Aussagen gemacht zu haben, wobei die angekündigten Funktionen nach dem Marktstart des iPhone 16 nicht erschienen waren.

Werbung für Funktionen, die nicht kamen
Auf der WWDC 2024 hatte Apple eine deutlich erweiterte Siri-Version im Rahmen von Apple Intelligence vorgestellt. Im September 2024 folgten Werbespots und Videos, die diese Funktionen bewarben und an den Marktstart des iPhone 16 gekoppelt waren. Im März 2025 verschob Apple die personalisierten Siri-Funktionen und zog die Werbespots zurück, doch zu diesem Zeitpunkt hatten die Spots schon mehrere Monate die Funktionen beworben.
Die Klage stützte sich auf den Vorwurf, Apple habe gegen das Verbraucherschutzrecht verstoßen und Käufer über den tatsächlichen Funktionsumfang von Apple Intelligence getäuscht. Käufer hätten ein Gerät mit Funktionen erworben, die entweder gar nicht existiert hätten oder wesentlich anders dargestellt worden seien als beworben. Ein Schuldspruch erging nicht. Statt einer gerichtlichen Entscheidung haben sich beide Seiten auf einen Vergleich geeinigt.
In einer Stellungnahme gegenüber MacRumors erklärt Apple, dass man das Verfahren beigelegt hat, um sich auf die eigenen Produkte und Dienste konzentrieren zu können. Weiterhin führt Apple aus, dass das Unternehmen seit 2024 Dutzende Apple Intelligence-Funktionen in zahlreichen Sprachen veröffentlicht hat, darunter Visual Intelligence, Live Translation, die Schreibwerkzeuge, Genmoji und Clean Up. Die jetzt abgeschlossene Einigung bezieht sich nur auf zwei zusätzliche Funktionen, deren Verfügbarkeit Gegenstand der Klage war. Apple selbst hatte beim Bekanntwerden der Verschiebung im März 2025 von einer Siri gesprochen, die persönlichen Kontext berücksichtigt und Aktionen innerhalb von Apps und über mehrere Apps hinweg ausführen kann.
Aus den 250 Millionen Dollar erhalten berechtigte Käufer in den USA, die einen Antrag stellen, eine Pauschale von 25 Dollar pro Gerät. Bei niedriger Antragsquote kann die Summe auf bis zu 95 Dollar pro Gerät steigen. Antragsberechtigt sind Käufer eines iPhone 16, iPhone 16e, iPhone 16 Plus, iPhone 16 Pro, iPhone 16 Pro Max, iPhone 15 Pro oder iPhone 15 Pro Max, sofern das Gerät zwischen dem 10. Juni 2024 und dem 29. März 2025 erworben wurde.
Das Gericht hat dem Vergleich vorläufig zugestimmt. Die Benachrichtigungen an die anspruchsberechtigten Käufer sollen innerhalb der nächsten 45 Tage per E-Mail verschickt werden.
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