Samsung hat gestern erstmals eine Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar erreicht. Der Aktienkurs stieg an einem einzigen Tag um 14,4 Prozent – angetrieben von der stark steigenden Nachfrage nach Speicherchips aus Samsungs Halbleitersparte, so Bloomberg. Damit ist Samsung nach TSMC erst das zweite asiatische Unternehmen überhaupt, das diesen Meilenstein erreicht hat.

Quartalsergebnisse weit über Erwartungen
Der Kursanstieg kommt nicht von ungefähr: Samsungs Halbleitergeschäft übertraf vergangene Woche die Analystenprognosen deutlich. Statt der erwarteten 24,4 Milliarden Dollar Betriebsgewinn verbuchte das Unternehmen im ersten Quartal 2026 satte 36 Milliarden Dollar. Samsung erwartet zudem, dass die Nachfrage nach Serverchips auch in der zweiten Jahreshälfte 2026 stark bleibt.
Timing trifft auf Apple-Gerüchte
Besonders bemerkenswert ist das Timing: Erst gestern wurde bekannt, dass Apple Berichten zufolge Gespräche mit Intel und Samsung über eine mögliche Auftragsfertigung von Apple-Chips führt. Hintergrund ist Apples Bestreben, seine Lieferkette breiter aufzustellen. CEO Tim Cook hatte beim letzten Quartalsbericht eingestanden, dass die Auslieferungen des iPhone 17 durch Engpässe bei den A19- und A19-Pro-Chips von TSMC begrenzt wurden.
Samsung gab an, in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 „Design-Wins für Flaggschiff-SoCs“ anstreben zu wollen. Die Entwicklung von Samsungs 1,4-nm-Fertigungsprozess verläuft planmäßig, zudem verfolgt das Unternehmen den Ausbau seines Kundenstamms im 2-nm-Bereich im großen Stil. Apple bereitet sich darauf vor, bald den Schritt zu 2-nm-Chips zu vollziehen; die Modelle des iPhone 18 könnten dabei die ersten sein, die mit Chips ausgestattet sind, welche auf diesem neuen Fertigungsprozess basieren.
Samsungs Position im Vergleich
Mit einer Billion Dollar Marktkapitalisierung liegt Samsung weiterhin deutlich hinter Apple mit über 4 Billionen Dollar und TSMC mit rund 2 Billionen Dollar. Samsungs Mobilsparte kämpft unterdessen mit steigenden Material- und Komponentenkosten und schneidet damit schlechter ab als das boomende Chipgeschäft.
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