Stellar Data Recovery für das iPhone im Test: Hilfe nach dem Datenverlust

| 11:04 Uhr | 0 Kommentare

Auf dem iPhone befindet sich heutzutage ein erheblicher Teil des digitalen Alltags. Familienfotos, Arbeitsdokumente, Urlaubsvideos, Sprachnotizen, jahrelange Chatverläufe und vieles mehr. Ein unbedachter Wisch in der Fotos-App, ein fehlgeschlagenes iOS-Update oder eine versehentlich gelöschte Sicherung reicht, damit plötzlich etwas fehlt, das vermeintlich sicher war. In solchen Fällen führt kein Weg an Datenrettungs-Software vorbei. „Stellar Data Recovery for iPhone“ ist eines der bekanntesten Programme dieser Art. Der Entwickler Stellar arbeitet seit über drei Jahrzehnten im Datenrettungsgeschäft und deckt mit seinen Produkten Festplatten, Outlook-Postfächer und mobile Geräte ab. Die iPhone-Variante der Software richtet sich an alle, die nach einem Datenverlust noch eine Chance suchen, ohne sich gleich an einen Datenrettungsdienst wenden zu müssen. Aktuell gibt es die Standard-Version mit rund 36 Prozent Rabatt für 44,99 Euro statt 69,99 Euro.

Verlorene iPhone-Daten retten

Die Software bietet zwei Wege, um an verlorene Daten zu kommen. Wer das iPhone per Kabel anschließt, lässt die Software den Gerätespeicher direkt durchsuchen. Sind Backups auf dem Computer gespeichert, kann das Programm diese ebenfalls auslesen. Dabei ist es auch möglich, verschlüsselte Backups zu öffnen, was viele Konkurrenzprodukte nur eingeschränkt oder gar nicht beherrschen.

Während des Scans schreibt die Software keine Daten auf das angeschlossene iPhone und verändert vorhandene Inhalte nicht. Das senkt das Risiko, beim Rettungsversuch noch zusätzliche Daten zu verlieren.

Die unterstützten Datentypen decken alles ab, was iPhone-Nutzer im Alltag an Daten verlieren können. Fotos und Videos aus der Foto-Mediathek, Kontakte mit Export in VCF, CSV oder HTML, vollständige Anrufverläufe mit Datum und Uhrzeit, SMS und iMessages samt Anhängen, Notizen mit eingebetteten Bildern, Kalendereinträge, Sprachnotizen, Safari-Lesezeichen, Erinnerungen, FaceTime-Daten sowie Inhalte aus Drittanbieter-Apps wie WhatsApp mit allen Anhängen. Hierbei lässt sich vor dem eigentlichen Speichern jeder Fund in einer Vorschau prüfen, sodass keine irrelevanten Daten zurück aufs System wandern.

Quick-Scan und Tiefen-Scan

Stellar bietet einen Quick-Scan und einen Tiefen-Scan. Der schnelle Vorab-Scan liefert nach wenigen Minuten erste Treffer und reicht oft schon aus, wenn die Daten erst kürzlich verloren gingen. Bringt der Quick-Scan nicht die gewünschten Daten zum Vorschein, übernimmt der Tiefen-Scan. Dieser durchforstet den Gerätespeicher gründlich und fördert dabei oft auch ältere Versionen, Vorschau-Dateien sowie Inhalte aus Drittanbieter-Apps zutage, die in der schnellen Variante übersehen wurden. Dieser gründliche Scan kostet Zeit, vor allem bei Geräten mit großem Speicher, lohnt sich aber dort, wo der erste Durchgang an seine Grenzen stößt.

Bedienung und Systemanforderungen

Die Benutzeroberfläche hat in den vergangenen Monaten ein Update bekommen und präsentiert sich aufgeräumt. Sie führt Schritt für Schritt durch den Prozess, was besonders dann hilft, wenn man unter Stress arbeitet, weil gerade wichtige Daten verschwunden sind. Der Ablauf reduziert sich auf wenige Schritte. Man schließt das iPhone an, bestätigt am Gerät die Verbindung, wählt den gewünschten Datentyp aus und startet den Scan.

Auf der Software-Seite läuft die Anwendung unter Windows 8, 8.1, 10 und 11 sowie auf macOS von Monterey über Ventura, Sonoma und Sequoia bis Tahoe 26. Mindestens 4 GB RAM sollten im Rechner stecken, 8 GB sind empfohlen. Die iOS-Kompatibilität reicht von iOS 26 zurück bis Version 7, womit auch ältere Geräte abgedeckt sind.

Mehr als Datenrettung

Wer über die reine Datenrettung hinaus Bedarf hat, greift zur Toolkit-Variante. Diese enthält drei zusätzliche Werkzeuge. Der iPhone Data Eraser löscht Daten so gründlich, dass auch Recovery-Software sie nicht mehr findet, was bei Geräteverkäufen relevant ist. Die iOS-System-Reparatur springt ein, wenn das iPhone in einem Bootloop hängt, nicht über das Apple-Logo hinauskommt oder mit einem Black Screen den Dienst quittiert.

Das Apple ID-Removal-Tool entfernt zudem die Aktivierungssperre auf eigenen Geräten, etwa wenn das Passwort vergessen wurde. Wer öfter mit gebrauchten iPhones arbeitet oder im Bekanntenkreis als IT-Anlaufstelle dient, bekommt mit dem Toolkit einige nützliche Werkzeuge in einem Paket.

Aktuell bis zu 39 Prozent Rabatt

Stellar bietet die Software auf seiner Webseite mit einem Rabatt an. Die Standard-Version kostet regulär 69,99 Euro pro Jahr und ist aktuell für 44,99 Euro im Angebot. Sie deckt die reine Wiederherstellung des iPhone ab und gilt als Einzellizenz für bis zu fünf iPhones.

Die Toolkit-Variante bietet für 54,99 Euro (statt 89,99 Euro) zusätzlich die Tools Eraser, System-Reparatur und Apple ID-Removal. Für professionelle Anwender existiert auch die Toolkit-Plus-Edition für 149,99 Euro (statt 199,99 Euro). Diese unterstützt bis zu 50 iPhones und richtet sich an Servicecenter, Reparaturwerkstätten und IT-Abteilungen.

Vor dem Kauf empfiehlt sich der kostenlose Demo-Download. Damit lassen sich Geräte und Backups scannen sowie alle Funde in der Vorschau prüfen. Bis zu zehn Dateien mit jeweils maximal zehn Megabyte lassen sich kostenlos wiederherstellen. Stellar gewährt zudem eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie ohne Angabe von Gründen.

Empfehlung

Für Privatanwender mit gelegentlichem Bedarf reicht die Standard-Version aus, gerade zum aktuellen Aktionspreis von 45 Euro. Wer regelmäßig mit iOS-Geräten arbeitet oder zusätzlich System-Reparaturen und sicheres Löschen benötigt, fährt mit der Toolkit-Edition besser. Servicecenter und IT-Profis greifen direkt zur Toolkit-Plus-Variante.

Je länger der Datenverlust zurückliegt und je intensiver das Gerät seitdem genutzt wurde, desto wahrscheinlicher sind die fraglichen Daten überschrieben. Das gilt für jede Recovery-Software, nicht nur für Stellar. Wer aber zügig handelt, hat mit dem Tool gute Chancen auf eine erfolgreiche Wiederherstellung.

Kategorie: iPhone

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