Wahoo KICKR Headwind im Test. In letzter Zeit sind wir sportlich unterwegs. Neben dem klassischen Laufen haben wir uns als weitere Disziplin dem Radsport gewidmet. Diejenigen, die unseren Blog regelmäßig verfolgen, werden wissen, dass wir in den letzten Monaten regelmäßig das Rennrad sowohl Indoor als auch Outdoor für Trainingseinheiten genutzt haben. Gleichzeitig haben wir unser Equipment aufgerüstet, setzen auf einen modernen Fahrradcomputer, ein Powermeter, Herzfrequenz-Brustgurt und eine eine smarte Rolle bzw. einen Biketrainer (Wahoo KICKR Core 2). Je länger man sich mit der Materie beschäftigt, denkt man darüber nach, mit welchem Zubehör man sein Training optimieren kann. Nachdem Wahoo KICKR Headwind zuletzt ein spannendes Softwareupdate erhalten hat, haben wir uns dem intelligenten Ventilator gewidmet und diesen ausführlich getestet.

Wahoo KICKR Headwind im Test
Vorab sei gesagt, dass sich das Home-Gym nach Belieben, persönlichem Platz und Budget beliebig ausbauen lässt. So entstehen teilweise beachtliche „Gym-Caves“ mit Hantelbänken, freien Gewichten an Kurz- und Langhanteln, ganzen „Käfigen“ mit allen möglichen Stationen, Indoor-Bike-Möglichkeiten, Laufbändern und mehr.
Was aber, gerade beim Ausdauertraining wie Radfahren, Laufen oder Rudern im Indoor-Bereich, macht wirklich Sinn, was ist „muss“ und was ist „kann“? Schlussendlich muss jeder individuell eine Kaufentscheidung treffen und dabei abwägen, ob ein bestimmtes Zubehör zwingend erforderlich ist oder eben nicht. Liegt eine neue Handelsbank im Budget? Soll es ein Laufband sein? Ein Spinning-Bike oder eine Smarte Rolle in der ich das eigene Rennrad einspannen kann? Mit welchem Zubehör kann und will ich mein Training optimieren.

Konkret blicken wir mit unserem Test auf das Indoor-Cycling und den intelligenten Ventilator Wahoo KICKR Headwind. Diesen würden wir – neben einer Unterlegmatte (egal, on Wahoo-Matte, Iso-/Yogamatte oder Waschmaschinenplatten aus dem Baumarkt) – als „Muss“ für ein ambitionierten Indoor-Radtraining empfehlen.
- LEISTUNGSSTARKER FAHRTWIND - Mit Windgeschwindigkeiten über 48 km/h wird der KICKR HEADWIND auch...
- ZIELGERICHTETES FAHRTWINDMODELL - Das zielgerichtete Fahrtwindmodell des KICKR HEADWIND wurde so...
Da beim Indoor-Sport kein Fahrwind entsteht, heizt sich der Körper bei Belastung deutlich mehr auf als bei der Ausfahrt in freier Natur. Der Körper erreicht beim Indoortraining gerne mal Temperaturen an ober über der 38-Grad Grenze (und wir sprechen nicht vom sogenannten Hutzetraining). Je nach Belastung/Trainingsintensität auch gerne mal noch höher. Was im normalen Leben dann als Fieber erkannt wird. Kurzum: Kühlung macht absolut Sinn. Und auch hier gibt es verschiedene Sinn-Stufen.

In vielen Fällen kommen klassische Ventilatoren zum Einsatz. Solche Ventilatoren sind kompakt und mit mehreren Stufen auch manuell regulierbar. Und sie sind verhältnismäßig preiswert und in den meisten Budgets gut unterzubringen. Allerdings haben sie – wie alle „normalen“ Ventilatoren – das Problem der Fokussierung. Ventilatoren sind ja eigentlich dafür ausgelegt, die Luft in einem möglichst großen Abstrahlwinkel umzuwälzen. Das tun sie auch gut, nehmen dabei aber auch keine Rücksicht auf den neben dem Rad stehenden Schreibtisch etc. Hier sind spezielle Indoor-Ventialtoren wie der Wahoo Headwind deutlich besser geeignet, eben weil sie für den speziellen Einsatzzweck „Sport“ ausgelegt sind.
Der Luftstrom des Headwinds wird gebündelt abgegeben und erreicht den sporttreibenden Körper etwa in Schulterbreite, dafür aber eben auch konzentriert. Außerhalb dieses Windbereichs herrscht Stille – und damit bleibt auf dem Schreibtisch (bzw. generell) alles an Ort und Stelle. Der Headwind liefert zum einen fokussierte Kühlung mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 58km/h, zum anderen lässt er sich sowohl manuell in vier Stufen, als auch automatisch steuern.

Hier unterscheidet der User, welcher Modus am besten passt. Entweder reagiert der Headwind geschwindigkeitsabhängig (je schneller man fährt desto mehr Kühlung, also wie ein Fahrtwind-Simulator) oder belastungsabhängig. Dabei verbindet man den Headwind mit seinem Pulsmesser, definiert in der Wahoo-App die entsprechende Minimal- und Maximalstufe der Herzfrequenz (z.B. bei einem Puls von 100 ein laues Lüftchen und ab 150 Schläge alles was geht) und alles andere erledigt der Headwind dann automatisch. Neuerdings könnt ihr den smarten Ventilator von Wahoo auch mit einem Körperkerntemperatur-Sensor koppeln und darüber steuern.
Diese vier Verbesserungen brachte das letzte Headwind-Update:
Erweiterte Sensorkompatibilität
Der KICKR HEADWIND unterstützt jetzt weitere Bluetooth-Sensoren und funktioniert mit dem eigenen KICKR RUN Smart Laufband, Footpod-Sensoren, Leistungsmessern und CORE-Körpertemperatursensoren. Dabei passt es die Lüftergeschwindigkeit automatisch an das Tempo, die Leistungsbereiche oder die Körpertemperatur des Benutzers an, um eine präzise, reaktionsschnelle Kühlung für optimalen Komfort und Leistung beim Indoor-Training zu gewährleisten.
Nahtlose Kopplung
Benutzer können nun ihre mit dem KICKR HEADWIND verbundenen Sensoren in der Wahoo-App koppeln und verwalten. Dadurch wird die Auswahl des richtigen Sensors wesentlich erleichtert und man kann verhindern, dass automatisch der Sensor mit dem stärksten Signal gekoppelt wird.
Adaptive Kühlung
Der KICKR HEADWIND kann nun Daten von mehreren angeschlossenen Sensoren nutzen, um die Kühlung in Echtzeit an die Anstrengung des Benutzers anzupassen und so für Komfort während und nach maximaler Belastung zu sorgen. Ob Herzfrequenz und Leistung oder Leistung und Körpertemperatur – der Benutzer kann bis zu 5 unterstützte Sensoren gleichzeitig koppeln, um ein optimales Kühlungserlebnis zu erzielen.
KICKR RUN Geschwindigkeitsintegration
Der innovative RunFree-Modus des KICKR RUN passt die Bandgeschwindigkeit bereits automatisch an, sodass Sie freihändig laufen können. Jetzt können Sie ein noch intensiveres Erlebnis genießen, da der KICKR HEADWIND den Luftstrom automatisch an Ihr Tempo anpasst.
Kurzum: Je höher die Belastung, desto mehr Kühlung. Das macht in unseren Augen am meisten Sinn, gerade bei „Vielschwitzern“.
Noch ein Tipp: Wem der konzentrierte Luftstrom von vorne in Richtung Gesicht/Hals/Brust evtl. etwas zu kühl ist, kann den Headwind auch mittels der Variofüße etwas tiefer stellen – oder er lässt sich von hinten kühlen. Altwernativ könnt ihr den Headwind auch auf auf ein Sideboard oder ähnliches platziert. Durch die Variofüße könnt ihr den Headwind dann so steuern, dass die Luft nicht euren Kopf trifft, sondern den Korpus.
Fazit
Während z.B. eine Ablagemöglichkeit für Tablets, Smartphones, Getränke und Co. in unseren Augen in die Kategorie „Kann“ einsortiert werden kann, ist für ein ambitioniertes Indoor-Training ein smarter Ventilator ein „Muss“.

Das gezielte Luftstrommuster des Wahoo Headwinds spiegelt die Körperhaltung des Fahrers wieder und passt den Luftstrom automatisch anhand von Sensordaten an. Damit wird er zu einem wichtigen Werkzeug für Radfahrer, Läufer und Triathleten und alle anderen Athleten, die in Innenräumen trainieren. Die Körperkerntemperatur kann reguliert und die Leistung erhöht werden.
Preis & Verfügbarkeit
Wahoo KICKR HEADWIND ist zum Preis von 279,99 Euro erhältlich. Bei Amazon erreicht er bei über 300 Bewertungen 4,5 von 5 Punkten.
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