Foxconn ist Ziel eines Ransomware-Angriffs geworden und hat den Vorfall für mehrere US-Werke bestätigt. Die Hackergruppe Nitrogen behauptet, im Zuge des Angriffs vertrauliche Projektunterlagen von Apple kopiert zu haben.

Ransomware-Angriff auf Foxconn
Nach Angaben von Nitrogen umfasst die Beute rund acht Terabyte Daten mit mehr als elf Millionen Dateien. Die Hackergruppe veröffentlichte den Hinweis auf ihrer eigenen Leak-Seite. Neben Apple-Material sollen auch interne Dokumente und technische Zeichnungen von Intel, Google, Dell und Nvidia dabei sein. Belege für die Echtheit der Daten liegen bislang nicht öffentlich vor.
Gegenüber dem IT-Portal The Register räumte Foxconn am Dienstag ein, dass es eine Sicherheitsverletzung gegeben hat. Auf die Frage, ob tatsächlich ein Zugriff auf Kundendaten erfolgt ist, antwortete das Unternehmen nicht. Ein Sprecher erklärte, das interne Sicherheitsteam habe Gegenmaßnahmen eingeleitet, um die Produktion am Laufen zu halten. Die betroffenen Werke sollen den Normalbetrieb inzwischen wieder aufgenommen haben.
Foxconn fertigt einen großen Teil von Apples Produktpalette, gilt aber als einer der Lieferanten, die nur die Informationen erhalten, die für ihren konkreten Produktionsschritt nötig sind. Apple gibt sensible Produktdaten in der Regel restriktiv weiter, weshalb die genaue Tragweite eines solchen Diebstahls ohne Bestätigung schwer einzuordnen ist. Für Foxconn ist es nicht der erste Vorfall dieser Art. Die LockBit-Hackergruppe hatte den Auftragsfertiger bereits 2022 und 2024 angegriffen.
0 Kommentare