Apple plant für das „20th Anniversary iPhone“ im Jahr 2027 ein zweistufiges Rollout der neuen vierseitig gebogenen OLED-Display-Technologie. Das berichtet das koreanische Technikportal ETNews. Die erste Version kommt demnach mit technischen Einschränkungen – eine verbesserte Variante soll im Jahr 2028 folgen.

Erste Generation: Kompromisse beim Display
Das Jubiläums-iPhone soll ein Display erhalten, dessen Ränder an allen vier Seiten nach unten gebogen sind – für ein möglichst randloses Erscheinungsbild, das eine der größten Designveränderungen in der iPhone-Geschichte seit dem iPhone X darstellen würde. Damals führte Apple das erste Mal ein randloses Display mit sogenannter Notch und ohne Home-Button ein.
Für die 2027er-Variante setzt Apple dem Bericht zufolge auf OLED-Technologie mit einer Magnesium-Silber (MgAg)-Legierung in der Kathodenschicht. Diese Technologie hat jedoch einen Haken: An den gebogenen Displayrändern kann es zu Bildverzerrungen und Helligkeitsverlusten kommen. Apple soll bereit sein, diesen Kompromiss für das erste Modell zu akzeptieren, während die Technologie parallel weiterentwickelt wird.
Zweite Generation 2028: Transparente Elektroden lösen das Problem
Ab 2028 will Apple auf eine neue Generation transparenter Elektroden wechseln. Statt der MgAg-Legierung sollen dann Indium-Zinkoxid (IZO)-Kathodenmaterialien zum Einsatz kommen. Da IZO transparenter ist, sollen Verzerrungen, ungleichmäßige Helligkeit und Wärmeprobleme an den gebogenen Rändern deutlich reduziert werden – bei gleichzeitig noch schmäleren Displayrändern.
Samsung und LG Display bereits in Bereitschaft
Laut ETNews wurden Samsung Display und LG Display bereits auf das zweistufige Rollout vorbereitet. LG hat zuletzt eine Investition von umgerechnet rund 790 Millionen US-Dollar in seine OLED-Infrastruktur angekündigt – ein Schritt, den Branchenbeobachter direkt mit der Entwicklung und Massenproduktion der neuen Displaytechnologie in Verbindung bringen. Samsung prüft derweil, ob bestehende OLED-Fertigungslinien angepasst werden können, oder ob eine dedizierte Produktionslinie nötig sein wird.
Das grundlegende Konzept des nahezu rahmenlosen, allseitig gebogenen Jubiläums-iPhones ohne Display-Aussparungen hatten bereits Bloomberg und The Information im vergangenen Jahr bestätigt.
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