Laut Counterpoint Research hat Apple im ersten Quartal 2026 in den USA mehr iPhones verkauft als ein Jahr zuvor, während der gesamte US-Smartphone-Markt einen deutlichen Rückgang verzeichnete.

Der Smartphone-Markt schrumpft
Die iPhone-Verkäufe legten um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zu. Der US-Smartphone-Markt insgesamt schrumpfte im selben Zeitraum um 5,7 Prozent, die Android-Verkäufe gingen um 14,4 Prozent zurück. Apples Marktanteil wuchs damit um vier Prozentpunkte.
Als Hauptgrund nennt Counterpoint die starke Nachfrage nach dem iPhone 17. Hinzu kam ein Timing-Effekt zugunsten von Apple, weil Samsung die Galaxy S26-Reihe erst im März startete und damit später als üblich. Bei den drei großen US-Mobilfunkanbietern Verizon, AT&T und T-Mobile entfielen im Quartal 75 Prozent der Smartphone-Verkäufe auf das iPhone und nur ein Viertel auf Android-Geräte.
Preisstabilität als Wettbewerbsvorteil
Counterpoint geht davon aus, dass Apple weiter Nutzer von Android abwerben kann, weil das Unternehmen seine Preisstruktur stabil hält. Beim iPhone 17e blieb der Preis gleich, gleichzeitig wurde der Speicher vergrößert. Konkurrenten mit geringeren Hardware-Margen mussten dagegen die Preise anheben. Falls Apple weiterhin auf große Preissprünge verzichtet, werden Android-Hersteller im laufenden Jahr Schwierigkeiten haben mitzuhalten, so die Analysten.
Diese Einschätzung deckt sich mit Aussagen von Tim Cook bei der Bilanzvorlage am 30. April. Der Apple-CEO bezeichnete die iPhone 17-Reihe als das bisher beliebteste Modellprogramm in der Geschichte des Unternehmens.
Lieferengpässe und steigende Kosten
Die hohe Nachfrage hatte allerdings auch eine Schattenseite. Cook sprach von einer Nachfrage jenseits aller Prognosen und räumte Lieferengpässe im Quartal ein. Apple hatte Schwierigkeiten, die bei TSMC gefertigten A19- und A19 Pro-Chips in ausreichender Menge zu bekommen, weil der Auftragsfertiger gleichzeitig die hohe Nachfrage nach KI-Serverchips bedienen muss.
Für den weiteren Jahresverlauf zeichnen sich neue Hürden ab. Laut Cook werden Apple vor allem Speicherengpässe und gestiegene Speicherkosten zu schaffen machen. Er rechnet mit deutlich höheren Preisen für Arbeits- und Flash-Speicher und kündigte an, eine Reihe von Optionen zur Abfederung zu prüfen. Wie Apple konkret reagieren will und ob die Endkundenpreise steigen, ließ Cook offen.
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