Vor vielen Jahren hielten sich hartnäckige Gerüchte, dass Apple verstärkt Liquid Metal als Material beim iPhone einsetzen möchte. Allerdings ebneten die Gerüchte auch schnell wieder ab. Nichtsdestotrotz experimentiert das Unternehmen offenbar weiter mit neuen Materialien für kommende iPhone-Modelle. Nachdem der Konzern zuletzt von Titan wieder zurück zu Aluminium wechselte, könnte langfristig ein völlig anderer Werkstoff zum Einsatz kommen: sogenanntes „Liquid Metal“. Laut neuen Informationen des Leakers Instand Digital arbeitet Apple weiterhin aktiv an der Technologie und prüft den Einsatz für zukünftige iPhone-Pro-Modelle.

Warum Apple überhaupt neue Materialien sucht
Die Materialstrategie bei Apple hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach verändert:
- Edelstahl bei älteren Pro-Modellen
- Titan beim iPhone 15 Pro und iPhone 16 Pro
- Aluminium bei der aktuellen iPhone-17-Pro-Reihe
Der Hintergrund dürfte vor allem mit dem Gewicht und der Wärmeabfuhr zusammenhängen. Zwar gilt Titan als extrem stabil und hochwertig, allerdings gab es bei einigen Geräten auch Kritik an der Wärmeableitung. Genau hier sucht Apple offenbar nach besseren Lösungen.
Was ist „Liquid Metal“ überhaupt?
Bei „Liquid Metal“ handelt es sich um einen sogenannten amorphen Metallwerkstoff. Anders als klassische Metalle besitzt das Material keine feste Kristallstruktur.
Dadurch ergeben sich mehrere Vorteile:
- hohe Stabilität
- geringes Gewicht
- bessere Widerstandsfähigkeit gegen Verformung
- hohe Korrosionsbeständigkeit
Apple beschäftigt sich bereits seit über 15 Jahren mit dieser Technologie. Bisher kam Liquid Metal allerdings nur bei kleineren Komponenten zum Einsatz – etwa beim SIM-Karten-PIN früherer iPhones.
Erst Foldable, später Pro-iPhones?
Besonders spannend: Apples erstes faltbares iPhone soll laut mehreren Berichten bereits auf eine Kombination aus verbessertem Titan und Liquid Metal setzen – vor allem beim Scharnier. Das Material eignet sich offenbar besonders gut für bewegliche Komponenten, da es mechanische Belastungen besser verkraftet und gleichzeitig helfen soll, sichtbare Display-Falten zu reduzieren. Langfristig könnte Apple die Technologie dann auch auf reguläre Pro-Modelle übertragen.
Massenproduktion bleibt das große Problem
Ein großes Hindernis bleibt allerdings die Fertigung. Laut den aktuellen Berichten ist die Produktion von Liquid Metal in großem Maßstab weiterhin schwierig und teuer. Genau deshalb dürfte die Technologie zunächst nur bei besonders teuren Premium-Geräten zum Einsatz kommen – etwa beim erwarteten Foldable-iPhone.
Fazit
Apple scheint langfristig nach dem „perfekten“ Gehäusematerial für seine iPhones zu suchen. Nach Edelstahl, Titan und Aluminium könnte Liquid Metal der nächste große Schritt werden.
Bis wir ein iPhone mit komplettem Liquid-Metal-Rahmen sehen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen. Klar ist aber: Apple investiert weiterhin intensiv in neue Materialien – vor allem mit Blick auf dünnere, leichtere und robustere Geräte der nächsten Generation.
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