Apples Services-Chef Eddy Cue erhält beim diesjährigen „Cannes Lions International Festival of Creativity“ die Auszeichnung als „Entertainment Person of the Year“. Das Festival läuft vom 22. bis 26. Juni in Cannes, wo Cue auch in einer Keynote mit dem Produzenten Jerry Bruckheimer auftreten wird. Dessen Film „F1“ zählt zu den wichtigsten Kinoproduktionen, die bislang aus dem Hause Apple stammen.

Fotocredit: Apple
Vom belächelten Streaming-Start zum Awards-Gewinner
Die Ehrung beruht vor allem auf Apples Einfluss in den Bereichen Unterhaltung, Werbung und Abo-Dienste. Cannes Lions legt seinen Schwerpunkt traditionell auf Marketing, Publikumsbindung und Plattformreichweite, weshalb der Preis an einen Apple-Manager und nicht an einen Studioboss oder Filmemacher geht.
Apple TV startete im November 2019 nach jahrelangen Spekulationen darüber, ob das Unternehmen in Hollywood überhaupt Fuß fassen könne. Statt mit Netflix oder Disney über die schiere Masse an Inhalten zu konkurrieren, setzte Apple auf Prestige-Produktionen, Deals mit prominenten Künstlern und gezielte Awards-Kampagnen. Beobachter zweifelten damals daran, dass Apple mit einem kleinen Katalog und ohne Hollywood-Erfahrung mithalten könne. So mancher fragte sich auch, ob der Konzern einem derart kostspieligen Geschäft auf Dauer treu bleiben würde.
Seit dem Start hat Apple TV diese Skepsis weitgehend entkräftet. „CODA“ wurde als erster Streamingfilm mit dem Oscar als Bester Film ausgezeichnet, Serien wie „The Studio“ brachten wichtige Emmys ein, und frühere Erfolge wie „Ted Lasso“ hatten den Dienst bereits zuvor in der Liga der ernst zu nehmenden Bewerber etabliert.
Laut Variety erklärte Cannes-Lions-CEO Simon Cook, Apple habe die Art und Weise neu definiert, wie das Publikum mit Kultur interagiere. Cue verantwortet als „Senior Vice President of Services and Health“ die gesamte Dienste-Sparte, die 2025 ein Rekordjahr verzeichnete und damit für Apple strategisch wichtiger geworden ist als je zuvor.
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