Apple hat seinen jährlichen Konfliktmineralien-Bericht bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht und kommt darin zu dem Schluss, dass keine der in der Lieferkette identifizierten Schmelzen oder Raffinerien bewaffnete Gruppen in der Demokratischen Republik Kongo oder Nachbarländern finanziert oder begünstigt hat.

Was der Bericht umfasst
Der Bericht deckt den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025 ab und bezieht sich auf die sogenannten 3TG-Mineralien: Zinn, Tantal, Wolfram und Gold – Rohstoffe, die in nahezu allen Apple-Produkten zum Einsatz kommen, darunter iPhone, Mac, iPad, AirPods, Apple Watch, Apple TV, Apple Vision Pro, HomePod sowie alle Apple-Zubehörteile.
Apple verpflichtete alle Lieferanten, die 3TG-Mineralien in Apple-Produkten verarbeiten, zur Einreichung eines branchenweiten Conflict Minerals Reporting Template. Zudem müssen sämtliche identifizierten Schmelzen und Raffinerien jährlich an einem unabhängigen Drittanbieter-Audit teilnehmen. Wer Apples Standards nicht erfüllt oder nicht erfüllen kann, riskiert die Beendigung der Geschäftsbeziehung. Im Jahr 2022 trennte sich Apple beispielsweise von 12 Geschäftspartnern.
Einschränkungen der Rückverfolgbarkeit
Apple räumt offen ein, dass die Rückverfolgbarkeit Grenzen hat. Da das Unternehmen Mineralien nicht direkt an der Mine einkauft, ist es auf Angaben von Lieferanten, Schmelzen und Auditprogrammen angewiesen. Die genauen Herkunftsländer der in den Endprodukten enthaltenen Mineralien lassen sich daher nicht immer eindeutig bestimmen. Einige der verwendeten 3TG-Mineralien könnten aus der DRC, angrenzenden Ländern oder aus recycelten Quellen stammen.
Hintergrund: Laufende Klagen und frühere Vorwürfe
Der Bericht erscheint vor dem Hintergrund anhaltender Rechtsstreitigkeiten. Im November 2025 wurde Apple zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre von der Organisation International Rights Advocates (IRAdvocates) verklagt. Der Vorwurf lautete, dass die Lieferkette weiterhin Mineralien enthalte, die mit Kinderarbeit, Zwangsarbeit und bewaffneten Gruppen in der DRC und Ruanda in Verbindung stehen. Eine frühere Klage wegen illegaler Kobalt-Beschaffung wurde 2024 abgewiesen.
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