Vor wenigen Wochen hat Paul McCartney ein exklusives Konzert zum 50. Apple-Jubiläum auf dem Gelände des Apple Parks in Cupertino gegeben. Diese „günstige“ Gelegenheit hat Zane Lowe von Apple Music offenbar genutzt, um mit dem Ex-Beatle ein Interview zu führen. Im Gespräch mit Apple Music blickt McCartney auf sein Leben und seine Karriere zurück, teilt Fotos und Geschichten aus seiner Kindheit sowie aus den frühen Tagen mit The Beatles. Außerdem spricht er über die Inspirationen für das neue Album, seinen kreativen Prozess und das Songwriting.

Fotocrredit: Apple Music / The Zane Lowe Show
Zane Lowe interviewt Paul McCartney
Am heutigen Freitag (29. Mai 2026) bringt Paul McCartney sein neues Album The Boys of Dungeon Lane heraus. Da Klappern für gewöhnlich und nachvollziehbarer Weise zum Handwerk gehört, rührt der Künstler entsprechend die Werbetrommel, um sein neuestes Werk zu bewerben.
Das vollständige Video haben wir euch im Artikel hinterlegt. Auf eins, zwei Aussagen des Künstlern möchten wir separat eingehen. Angesprochen auf seinen kreativen Prozess zum Schreiben von Songs stellt Paul McCartney fest, dass man früher immer ein Stück immer zu Ende bringen musste, weil es keinen Ort gab, um es festzuhalten. Man hatte es im Kopf; also musste man es fertigstellen – und genau das tat man dann auch. Mittlerweile hat der Küsntler weit über zweitausend Skizzen auf meinem Handy gespeichert, weil er sie einfach aufnimmt und sich denkt: „Okay, darauf komme ich später zurück. Ich habe es gesichert, das passt schon.“
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Zudem sprach Paul McCartney mit Zane Lowe über das Schreiben seines neuen Songs „Days We Left Behind“ und gab einen Rückblick auf „Dungeon Lane“. Er sagte unter anderem
Es hat mir Spaß gemacht, diesen Song zu schreiben. Eigentlich macht es mir fast immer Spaß zu schreiben, denn es ist einfach mein Ding. Es ist wie ein Spiel. Es ist eine vergnügliche Beschäftigung – weißt du, dieses Gefühl: „Oh, das passt gut dazu!“ oder „Oh, darauf kann ich das hier reimen!“ oder „Oh ja, das ist gut!“ Man entdeckt dabei ständig kleine, reizvolle Details. Bei diesem speziellen Stück begann ich mit einem kleinen Klavier-Riff, das auch am Anfang zu hören ist. Letztendlich spielten wir es zwar auf der Gitarre ein, aber ursprünglich war es nur dieses kleine Klavier-Riff. Ich dachte mir: „Das ist schön, das gefällt mir. Das taugt als Intro. Das sind gute Töne.“ Und dann kam ich auf das Thema Fotos – auf die Idee, zurückzublicken. Eigentlich hätte es wohl heißen müssen: „…auf schwarz-weiße Erinnerungen an meine Vergangenheit zurückblicken“. Doch ich drehte es um zu: „…auf weiße und schwarze Erinnerungen an das Zurückblicken“ – und plötzlich fügte sich alles perfekt zusammen.
Also dachte ich: „Na, das ist doch klasse!“ Damit war ich nun fest auf das Thema „Erinnerungen an meine Vergangenheit“ eingeschworen. Einfach großartig! Und so fragt man sich dann: „Okay, woran denke ich gerade?“ An verrauchte Bars, an billige Gitarren. Meine allererste Gitarre war eine „Rosetti Lucky Seven“, die ich mir in Liverpool gekauft hatte. Doch als ich sie mit nach Hamburg nahm, ging sie kaputt. Es war so ein klappriges, billiges Ding, das einfach den Geist aufgab. Wie dem auch sei – billige Gitarren… Ja, so arbeitet man sich einfach durch diese Gedanken, und dann stößt man auf „The Boys of Dungeon Lane“ – das war mein gedankliches Wiedersehen mit jenem Ort, an dem wir damals lebten. George und ich wohnten in einem Viertel namens Speke, und genau dort lernte ich George auch kennen. Mit diesen Orten verbinden sich also jede Menge wunderbarer Erinnerungen.
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