Hand aufs Herz. Habt ihr bis dato viele oder wenige MMS verschickt? Bei uns kanndie Anzahl verschickter MMS sicherlich an einer Hand abgezählt werden. Zwar ließen sich mit der MMS Bilder, Audiodateien und kurze Videos per Handy verschicken, allerdings war der Service verhältnismäßig teuer. Nun hat Telefónica Deutschland bekannt gegeben, dass das Unternehmen der MMS den Stecker zieht.

Credits: Telefónica Deutschland
Telefónica Deutschland schaltet MMS ab
Die MMS ging im Jahr 2002 in Deutschland an den Start. o2 führte den Service im November 2002 ein und stampft den Service knapp 24 Jahre später nun wieder ein.
Der Abstieg der MMS bekannt sicherlich mit dem Beginn der Smartphone-Ära. Nach der Vorstellung des ersten iPhone im Januar 2007, dem Start des App Stores 2008 und dem breiteren Markteintritt von Android-Geräten ab 2009 wurde mobile Kommunikation Schritt für Schritt app-basiert. Messenger-Apps übernahmen die Aufgaben der MMS, waren deutlich komfortabler und weitestgehend ohne Zusatzkosten.
Als moderner Nachfolger der MMS steht nun mit Rich Communication Services, kurz RCS, ein zeitgemäßer Messaging-Standard zur Verfügung. RCS ermöglicht direkt in der Nachrichten-App unter anderem den Versand von Bildern, Videos und größeren Dateien, sowie das Aufsetzen von Gruppenchats. Voraussetzung ist, dass Gerät, Betriebssystem, Nachrichten-App und Netz den Dienst unterstützen. Zuletzt hatten Apple und Google die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von RCS gestartet.
Ich fand MMS gar nicht teuer. Ich erinnere mich noch dass die 39 Cent gekostet hat. Eine SMS 19 Cent. Bei eine SMS hatte man 160? Zeichen zur Verfügung. Bei einer MMS waren es 1000 und ein Bild. Verglichen damit haben 1000 SMS-Zeichen ein Vielfaches einer MMS gekostet.
Klar, für eine kurze Nachricht war eine SMS ausreichen und damit günstiger. Aber hatte man mal mehr zu erzählen, war eine MMS billiger.