Das MacBook Neo legt den stärksten Mac-Verkaufsstart seit Jahren hin

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Apple hat im ersten Quartal des Jahres 1,1 Millionen Einheiten des MacBook Neo ausgeliefert. Laut den Marktforschern von IDC (via TechCrunch) ist das einer der stärksten Verkaufsstarts, die ein Mac seit Längerem hingelegt hat.

Fotocredit: Apple

Stärker als Air und Pro

Das MacBook Neo kam erst Mitte März in den Handel und war damit nur rund drei Wochen des Quartals erhältlich. Ab Anfang April zogen die Auslieferungen deutlich an, weshalb die März-Werte die eigentliche Nachfrage eher untertreiben. Das M5 MacBook Air brachte es in seinem Startquartal auf über 900.000 Einheiten, das M5 MacBook Pro auf 550.000.

Mit 599 US-Dollar liegt der Einstiegspreis des MacBook Neo rund 45 Prozent unter dem des günstigsten MacBook Air. Den niedrigen Preis erreicht Apple über die Ausstattung, denn im Aluminiumgehäuse mit 13 Zoll großem Liquid Retina-Display arbeitet ein A18 Pro statt eines M-Chips, dazu kommen 8 GB Arbeitsspeicher.

44 Prozent der weltweit ausgelieferten Geräte gingen in die USA. Auf Indien entfielen rund 18.000 Auslieferungen, wobei Händler dort nach eigenen Angaben Mühe hatten, genügend Ware zu beschaffen.

Laut Counterpoint hilft das Gerät Apple dabei, in günstigeren Notebook-Segmenten Fuß zu fassen, in denen Macs bisher kaum vertreten waren. Counterpoint zufolge zählt der Start zu den strategisch wichtigsten Mac-Veröffentlichungen der vergangenen Monate, gerade weil der übrige PC-Markt mit steigenden Speicherkosten und Shrinkflation zu kämpfen hat, also mit schwächerer Ausstattung zum gleichen Preis, während Apple seine Reichweite ausbaut.

Langfristig könnte das MacBook Neo Apples Anteil im günstigen Notebook-Markt (zwischen 400 und 699 US-Dollar) von rund zwei auf etwa 15 Prozent steigen lassen. IDC sieht die Chancen über Erstkäufer hinaus auch bei kleineren Unternehmen. Der Erfolg könnte zugleich ältere Modelle verdrängen, etwa das MacBook Air mit M1-, M2- und M3-Chip, das in Märkten wie Indien vor allem bei Rabattaktionen für hohe Verkaufszahlen gesorgt hat. Für das laufende Quartal rechnet IDC mit einem kräftigen Anstieg der Auslieferungen, sobald Apple die Lieferengpässe in den Griff bekommt und die Verfügbarkeit ausweitet.

Die Konkurrenz reagiert schon. Dell stellte in dieser Woche ein neues XPS 13 vor, das bei 699 US-Dollar startet und dasselbe Segment anvisiert. Als Begründung verweist der Hersteller auf das MacBook Neo, dessen Start aus Sicht von Dell die Nachfrage nach gut ausgestatteten Notebooks zu bezahlbaren Preisen zeigt.

Kategorie: Mac

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