Der App Store erzielte im Jahr 2025 weltweit einen Umsatz von 1,4 Billionen Dollar

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Kurz vor der WWDC hat Apple neue Zahlen zum App Store vorgelegt. Laut einer vom Konzern beauftragten Studie der Analysis Group setzten Entwickler über die Plattform im Jahr 2025 weltweit mehr als 1,4 Billionen US-Dollar um. Bei mehr als 90 Prozent dieser Summe floss keine Provision an Apple.

Verteilung der Umsätze

Den größten Teil steuerten physische Waren und Dienstleistungen mit rund 1,1 Billionen US-Dollar bei, vor allem durch Lebensmitteleinkäufe, Essenslieferungen, den allgemeinen Einzelhandel und Reisen. Auf digitale Güter und Dienste entfielen 149 Milliarden US-Dollar, angeführt von Spielen, Business-Apps und Streaming-Diensten. Werbung innerhalb der Apps brachte Entwicklern weitere 151 Milliarden US-Dollar.

Im Schnitt nutzten mehr als 850 Millionen Menschen pro Woche den App Store, verteilt auf 175 Länder und Regionen. Seit 2019 hat sich das Geschäftsvolumen nach Apples Angaben fast verdreifacht.

KI-Apps wachsen schneller

Die künstliche Intelligenz macht auch vor dem App Store nicht halt. Unter den 100 erfolgreichsten Apps boten mehr als 40 Apps Funktionen mit direktem KI-Bezug für die Nutzer. Beim Umsatz legten diese Apps rund viermal so stark zu wie der Rest der Top 100.

Apple betont, dass man die Entwickler in dem Bereich mit eigenen Werkzeugen unterstützt. Mit dem Foundation Models-Framework können Entwickler auf das Sprachmodell zugreifen, das auch hinter Apple Intelligence steckt. Die Funktionen arbeiten direkt auf dem Gerät, bleiben offline nutzbar und schützen die Daten der Nutzer. Die KI-Berechnung selbst kostet die Entwickler nichts.

Auch die App-Entwicklung selbst verändert sich. In Xcode 26 kann eine sogenannte agentische Codierung eigenständiger an den Vorgaben eines Entwicklers arbeiten und einzelne Schritte abnehmen. Apple sieht darin einen Weg, mehr Menschen den Einstieg in die Programmierung zu erleichtern.

Regionale Unterschiede

In den vergangenen sechs Jahren haben sich die App Store-Umsätze in China mehr als verdoppelt, in den USA und in Europa mehr als verdreifacht. In allen großen Märkten steht der allgemeine Einzelhandel an erster Stelle. Bei den übrigen Kategorien zeigen sich aber deutliche regionale Muster.

In den USA, in Europa, Japan, Australien, Neuseeland und Brasilien folgen Reisen auf Platz zwei. In Südkorea stehen Essenslieferungen und -abholungen an zweiter Stelle. In China sind es Lebensmitteleinkäufe auf Platz zwei und Essenslieferungen auf Platz drei.

Werkzeuge und Anlaufstellen für Entwickler

Neben den Zahlen verweist Apple auch auf seine weiteren Angebote für Entwickler. Über den gesamten Entwicklungsprozess hinweg reichen die Werkzeuge vom Erstellen und Testen mit Xcode und TestFlight über die Auswertung der Leistung mit App Analytics bis hin zu Funktionen für die Vermarktung im App Store.

Die Apple Developer Center in den USA, China, Indien und Singapur empfingen 2025 nach Konzernangaben Tausende Entwickler. Noch in diesem Jahr soll ein weiteres Zentrum in Berlin öffnen, das sich an die Entwickler in Europa richtet. Dazu kommen knapp 20 Apple Developer Academies in Brasilien, Indonesien, Italien, Saudi-Arabien, Südkorea und den USA sowie Support in neun Sprachen.

Ab dem 8. Juni zeigt Apple auf der WWDC neue Funktionen, Schnittstellen und Techniken für seine Plattformen. Im Rahmen der Entwicklerkonferenz sollen den Entwicklern und Studenten mehr als 100 Videosessions zur Verfügung stehen. Dazu sind Gruppen-Labs und Diskussionen in den Apple Developer Forums geplant.

Kategorie: App Store

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