Vor wenigen Wochen meldete das Marktforschungsunternehmen Omdia für den lateinamerikanischen Smartphone-Markt im ersten Quartal 2026 ein Gesamtwachstum von drei Prozent und stellte Apple mit einem Plus von 31 Prozent als einen der stärksten Gewinner dar. Counterpoint Research kommt für denselben Zeitraum zu nüchterneren Zahlen, denn Apple legt zwar auch hier zu, aber nur um acht Prozent und rutscht in der Rangliste sogar ab.

Acht Prozent mehr iPhones, aber nur Platz fünf
Laut Counterpoint wuchs der gesamte Smartphone-Markt der Region um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Samsung bleibt mit einem Anteil von 31 Prozent klar an der Spitze, dahinter folgen Motorola mit 19 Prozent, Xiaomi mit 15 Prozent und Honor mit zehn Prozent. Apple kommt auf acht Prozent und landet damit auf dem fünften Platz, die übrigen Hersteller teilen sich die restlichen 17 Prozent.
Bei den Auslieferungen verzeichnet Counterpoint für Apple ein Plus von acht Prozent, gleichauf mit Motorola. Den mit Abstand stärksten Zuwachs sah Honor mit einem Sprung von 75 Prozent, während Samsung, Xiaomi und der Rest des Marktes Rückgänge von 3, 5 und 16 Prozent hinnehmen mussten.
Für Apple reichte das Wachstum nicht, um die Position zu halten. Honor steigerte seinen Marktanteil von sechs auf zehn Prozent und schob sich damit an Apple vorbei auf den vierten Platz.
Getragen wurde die Entwicklung der Region vor allem von zweistelligen Zuwächsen in Ecuador, Peru und Venezuela sowie von steigender Nachfrage in Argentinien, Kolumbien, Mittelamerika und der Karibik. Diese Gewinne glichen die rückläufigen Zahlen in Mexiko und Brasilien aus, den beiden größten Märkten der Region.
Für das zweite Quartal rechnet Counterpoint damit, dass mehrere Hersteller nach dem starken Jahresauftakt gezielte Rabatte auf wichtige Modelle einsetzen, um Käufer anzulocken.
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