Craig Federighi erklärt Apples Kehrtwende zur Siri-App

| 19:07 Uhr | 0 Kommentare

Mit iOS 27 bekommt Siri eine eigene App. Das steht im Widerspruch zu dem, was Apple noch vor einem Jahr über seine KI-Strategie gesagt hatte. Apples Software-Chef Craig Federighi hat nun erklärt, warum die Siri-App doch eine gute Idee ist.

Die Siri-App in iOS 27

Die auf der WWDC26 vorgestellte Siri-App sammelt die Unterhaltungen mit der KI-Version des Assistenten an einem Ort, sodass Nutzer ältere Dialoge wiederfinden und weiterführen können.

Nach der WWDC25 waren Federighi und Marketingchef Greg Joswiak auf eine Medientour gegangen, bei der sie noch nicht von der Idee einer Siri-App überzeugt waren. Apples Ansatz war, dass Siri in die bestehenden Arbeitsabläufe der Nutzer eingebunden wird und nicht als „aufgesetzter Chatbot nebenher“ läuft. Eine separate App schien damit vom Tisch.

Die Entscheidung für die Siri-App hat einen einfachen Grund. Letztlich ging es Federighi zufolge um die Frage, wie ein Nutzer auf einer Apple-Plattform am natürlichsten zu einem früheren Gespräch zurückfindet, das er fortsetzen oder auf das er sich beziehen möchte. „Auf unserer Plattform ist die natürlichste Art, so etwas wiederzufinden, eine App, die man auf dem Home-Bildschirm verwalten, öffnen und wieder aufrufen kann“, sagte er.

Die Siri-App ändert laut Federighi aber nicht Apples grundsätzlichen Ansatz. Wie er ausführt, bleibt Siri ein Werkzeug, das im Moment der Nutzung greift und eng mit dem System verbunden ist. Der Assistent erkennt, was auf dem Bildschirm passiert, und hilft direkt in einem Dokument, das gerade bearbeitet wird, etwa beim Korrekturlesen.

Die Entwickler-Beta von iOS 27 steht zum Download bereit. Wer die neue Siri ausprobieren will, muss sich über die Einstellungen auf eine Warteliste setzen lassen. Die öffentliche Beta soll im Juli folgen. Allerdings hat Apple angekündigt, dass Siri AI wegen des Digital Markets Act vorerst nicht in der EU verfügbar sein wird.

(via MacRumors)

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