Apple steigert die iPhone-Produktion, während der Gesamtmarkt schrumpft

| 13:45 Uhr | 0 Kommentare

Der weltweite Smartphone-Markt startete schwach ins Jahr 2026, gebremst von steigenden Speicherpreisen. Wie die Marktforscher von TrendForce berichten, bewegt sich Apple jedoch gegen diesen Trend.

Wachstum gegen den Trend

Im ersten Quartal 2026 produzierte Apple laut einer Marktanalyse von TrendForce rund 60,2 Millionen iPhones, was einem Plus von 19,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Damit liegt das Unternehmen auf dem zweiten Platz, knapp hinter dem Konkurrenten Samsung, der mit etwa 62,6 Millionen Geräten und einem Zuwachs von 2,3 Prozent die Spitzenposition hält.

Bei Samsung sorgte der Marktstart der Galaxy S26-Reihe für den Anstieg. Hauptgrund für Apples Zuwachs ist laut TrendForce die starke Nachfrage nach dem iPhone 17e. Hinzu kommt, dass Apple die Produktion der übrigen neuen iPhone-Modelle weiter hochfährt. Der Gesamtmarkt entwickelte sich jedoch in die andere Richtung und gab auf rund 284 Millionen produzierte Geräte nach, ein Minus von 1,7 Prozent.

Der größte Belastungsfaktor für die Branche sind die gestiegenen Speicherpreise. Im ersten Quartal hielt sich deren Wirkung in Grenzen, weil viele Hersteller noch auf Lagerbestände günstig eingekaufter Bauteile zurückgreifen konnten. Diese Reserven schmelzen zusehends. Apple steht hier besser da als die meisten Wettbewerber. Das Unternehmen verfügt über vergleichsweise hohe Margen und hat die Preise seit Beginn der Knappheit nicht angehoben, anders als ein Großteil der Konkurrenz. Künftige Preiserhöhungen schließt Apple aber nicht aus, falls sich die Lage am Speichermarkt nicht entspannt. TrendForce geht davon aus, dass Apple die beste Ausgangslage hat, um in der schwierigen Marktphase Marktanteile auszubauen.

Für das Gesamtjahr 2026 fällt der Ausblick für die Branche pessimistisch aus. TrendForce rechnet mit einem Rückgang der weltweiten Smartphone-Produktion um rund 16,2 Prozent auf 1,051 Milliarden Geräte. Sollten die Speicherpreise hoch bleiben und die Hersteller wiederholt ihre Endkundenpreise anheben müssen, könnte der Rückgang noch stärker ausfallen.

Kategorie: iPhone

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