Auf der WWDC-Eröffnungskeynote drehte sich vieles um die überarbeitete Siri und die neuen Apple Intelligence-Funktionen. Ein weiteres Highlight sollte eigentlich ein KI-gestützter Gesundheitsdienst werden, der in den vergangenen Monaten schon des Öfteren in der Gerüchteküche erwähnt wurde. Wie MacRumors berichtet, wurde das Vorhaben aber noch vor der ersten iOS 27 Beta eingestellt oder zumindest pausiert. Das Update bietet dennoch mehrere Neuerungen rund um die Health-App.

Fotocredit: Apple
Health-App zeigt Kategorien als farbige Kacheln
Den Entdecken-Bereich der Health-App hat Apple neu gestaltet. Statt einer schlichten Liste erscheinen die einzelnen Kategorien jetzt als farbige Kacheln, wodurch sich die Übersicht verbessert. Außerdem sitzt am unteren Bildschirmrand eine neue Navigationsleiste, die jetzt alle Suchelemente vereint.
Visual Intelligence schätzt den Nährwert von Mahlzeiten ein
Visual Intelligence lernt in iOS 27 den Umgang mit Lebensmitteln. Wer die Kamera-App im neuen Siri-Modus öffnet und ein Gericht fotografiert, bekommt eine Einschätzung zum Nährwert. Exakte Kalorienangaben liefert die Funktion nicht, sie verrät aber unter anderem, wie stark ein Lebensmittel industriell verarbeitet wurde, ob es Protein liefert oder besonders viel Zucker enthält. Den Nährwert stuft die Funktion dabei auf einer Skala von „sehr niedrig“ bis „sehr hoch“ ein. In die Health-App wandern diese Daten zwar nicht, als schnelle Orientierung im Alltag taugen sie aber trotzdem. Voraussetzung ist mindestens ein iPhone 15 Pro. Allerdings hat Apple angekündigt, dass Siri AI wegen des Digital Markets Act vorerst nicht in der EU verfügbar sein wird. Hierunter fällt wahrscheinlich auch der Siri-Modus in der Kamera-App.
Zyklusprotokoll weist auf Anzeichen der Perimenopause hin
Das Zyklusprotokoll deckt künftig auch die Wechseljahre ab. Die Health-App verschickt eine Mitteilung, wenn die protokollierten Zyklusdaten auf eine beginnende Perimenopause hindeuten. Diese hormonelle Übergangsphase kann ein Jahrzehnt oder länger vor der eigentlichen Menopause einsetzen. Die Hinweise stützen sich auf die langfristig erfassten Zyklusdaten und richten sich an Nutzerinnen ab 40 Jahren. Wer eine entsprechende Mitteilung erhält, kann Symptome dokumentieren und auf begleitende Informationsangebote zugreifen. Passend dazu hat Apple neue Fitness+ Workouts für die Perimenopause und die Menopause aufgenommen.
Genauere Routen und schnellere Synchronisierung
Gesundheitsdaten landen dank Verbesserungen an der Performance schneller in der Health-App als bisher. Auch die Routenkarten, die nach Workouts in der Fitness-App auftauchen, fallen in iOS 27 präziser aus. Bei Laufband-Trainings stimmt die erfasste Distanz besser mit der tatsächlich zurückgelegten Strecke überein. Die Schrittzahlen gleichen sich künftig zwischen der Health- und Fitness-App ab.
Erkenntnisse aus der Gesundheitsforschung für Eltern
Für Familien enthält iOS 27 mehrere neue Funktionen zur Kindersicherheit, mit denen Eltern genauer steuern können, welche Inhalte ihre Kinder zu sehen bekommen. Bei der Verwaltung von Kinder-Accounts gibt Apple künftig Hilfestellungen, die sich auf Erkenntnisse aus der Gesundheitsforschung stützen.
GymKit funktioniert auch ohne Apple Watch
GymKit war bislang der Apple Watch vorbehalten. Mit iOS 27 lässt sich nun auch das iPhone direkt mit Laufbändern, Indoor-Bikes und anderen Fitnessgeräten koppeln, um Trainingsdaten auszutauschen. Übertragen werden dabei Kalorien, Distanz, Geschwindigkeit, Steigung und Pace. Eine Apple Watch ist für die Anbindung im Fitnessstudio damit nicht mehr nötig.
Apple verteilt iOS 27 derzeit als Beta an Entwickler. Eine öffentliche Testversion soll im Juli folgen, bevor die finale Version im Herbst für alle Nutzer erscheint.
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