Nach der WWDC-Keynote hat Apple die ersten Entwickler-Betas von iOS 27 und macOS 27 Golden Gate verteilt. Wie nach jeder größeren Systemvorschau haben Entwickler den Code anschließend nach Hinweisen auf künftige Hardware durchsucht. In seinem „Power On“-Newsletter fasst Bloombergs Mark Gurman mehrere dieser Funde zusammen und wertet sie als die ersten handfesten Belege, die Apple selbst zu einem faltbaren iPhone und einem MacBook mit Touchscreen liefert.

Fotocredit: Apple
iOS 27 und macOS 27 bereiten sich auf das iPhone Ultra vor
Gurman stützt einen Großteil der Indizien auf konkrete Änderungen im Code. In macOS 27 lässt sich die App iPhone-Synchronisierung, die das iPhone-Display auf den Mac holt, inzwischen so weit in die Breite ziehen, dass ein Layout im iPad-Format entsteht. Ein solches Seitenverhältnis wird seit Längerem dem aufgeklappten Innendisplay eines faltbaren iPhone nachgesagt.
Im Code von iOS 27 stießen Entwickler außerdem auf mehrere Verweise, die zu einem Klappgerät passen, darunter „foldState“ und „angleDegrees“. Damit könnte das System erkennen, wie weit ein Gerät auf- oder zugeklappt ist. Zudem erfasst ein Wert die Anzahl der verbauten Displays.
Der dritte Hinweis auf das in der Gerüchteküche als „iPhone Ultra“ bezeichnete Gerät stammt von der WWDC-Bühne. Apple legte Entwicklern dort nahe, ihre Apps flexibler für unterschiedliche Bildschirmgrößen auszulegen. Diesen Ansatz fasst das Unternehmen unter dem englischen Begriff „app adaptability“ zusammen.
macOS 27 deutet ein MacBook Ultra an
Für ein MacBook mit Touchscreen, das in der Gerüchteküche als MacBook Ultra gehandelt wird, gibt es ebenfalls drei Hinweise im Systemcode.
Sidecar, also die Funktion, mit der sich ein iPad als zweiter Bildschirm für den Mac nutzen lässt, erlaubt in macOS 27 erstmals direkte Eingaben per Finger. Damit lassen sich Bedienelemente von macOS direkt auf dem iPad antippen.
Hinzu kommt eine Anpassung der Oberfläche für Pull-to-Refresh, also das Aktualisieren von Inhalten per Wischgeste. Auf dem Mac funktioniert die Geste mit Trackpad und Maus, was sich als Vorstufe zu einer späteren Touch-Bedienung deuten lässt.
In Spotlight steckt zudem eine neue Funktion namens „Search or Ask“, die auf der überarbeiteten Siri-Version aufsetzt. Sie zeigt sich als dunkles, pillenförmiges Bedienfeld, das gut zu einem MacBook-Display mit Dynamic Island passen würde. Die Dynamic Island wurde bereits zuvor in Verbindung mit dem MacBook Ultra gebracht.
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