Im Anschluss an die WWDC-Keynote der vergangenen Woche lud Apple eine Reihe von Journalisten zu einem Gespräch über Siri und Apple Intelligence ein. Neben Software-Chef Craig Federighi und KI-Verantwortlichem Amar Subramanya saß dort auch Mike Rockwell, der die Leitung für Siri erst vor einem Jahr übernommen hat. Neben dem allgemeinen Funktionsumfang von Apples neuer KI-Offensive erklärte Rockwell auch, warum die Überarbeitung von Siri länger gedauert hat als ursprünglich geplant.

Die erste fertige Version genügte Apple nicht
Schon im vergangenen Jahr hatte Apple eine erste Fassung der neuen Siri entwickelt. Sie setzte auf der bisherigen Siri auf und ergänzte diese um Tool-Calling, also die Fähigkeit, gezielt externe Funktionen und Dienste anzusteuern. Technisch lief diese Version, doch sie erfüllte nach Rockwells Worten nicht den Anspruch, den Apple an die neue Assistenz stellte.
Parallel dazu lag ein zweiter Entwurf vor, der deutlich tiefer in die Architektur eingriff und damit ungleich mehr Arbeit bedeutete. Apple entschied sich für diesen Weg und legte die fertige, aber unzureichende Variante beiseite.
Statt die bestehende Siri weiter auszubauen, zerlegte das Team also das System vollständig und setzte es auf den moderneren Modellen neu auf. „Wir haben Siri von Grund auf neu gebaut“, sagte Rockwell, „im wahrsten Sinne des Wortes eingerissen und komplett neu aufgesetzt.“ Erst dieser Bruch habe eine deutlich fähigere Siri möglich gemacht.
Aus dem Neubau ging eine Siri hervor, die als eigenständige App läuft und von Beginn an mit Text, Sprache und Bildern umgehen kann. Der Datenschutz steckt laut Apple von Anfang an in der Architektur und ist nicht nachträglich aufgesetzt.
Die Modelle, von denen Rockwell sprach, gehören zu Apples überarbeitetem Unterbau aus Foundation Models, der auf Google Gemini basiert. Siri AI stützt sich damit zwar auf fremde Technik, bleibt aber ein eigenes Apple-Produkt und ist nicht etwa Googles Gemini-App unter neuem Namen.
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