Video: Joanna Stern hat Siri AI eine Woche lang getestet

| 18:33 Uhr | 0 Kommentare

Seit zwei Jahren kündigt Apple eine klügere Siri an, die persönliche Daten versteht und daraus hilfreiche Vorschläge ableitet. Mit der iOS 27 Beta lässt sich diese Version erstmals im Alltag ausprobieren. Joanna Stern, die das Wall Street Journal Anfang des Jahres verlassen hat und seither ihr eigenes Tech-Medienunternehmen führt, hat die Assistentin eine Woche lang genutzt.

Fotocredit: Apple

Siri greift auf Nachrichten, Mails und Termine zu

Auf X fragt sich Joanna Stern, ob „Siri endlich gut ist“. Die Antwort ohne Umschweife: „Siri ist gut. Richtig gut. Nach Jahren gebrochener Versprechen hat Apple die nötige Basis für die Zukunft neu aufgebaut“, schreibt sie weiter.

In einem ausführlichen Video zeigt uns die Journalistin, wie sich der Alltag mit der persönlicheren Siri gestalten kann. Siri greift dabei auf die Daten zu, die ohnehin auf dem iPhone liegen, von Nachrichten über den Kalender bis zur Mailbox. Stern bittet etwa im Video um Souvenir-Ideen für ihre Kinder, passend zu dem, was das Assistenz-System über sie weiß. Die Vorschläge treffen so genau, dass sie nachfragt, woher Siri diese Informationen hat. Die Antwort verweist auf ihre Nachrichten in der Nachrichten-App.

Die KI-Leistung hinter den anspruchsvolleren Antworten kommt von Google. Mit der Beta von iOS 27 ist dessen Gemini-Technik in Apples Foundation Models eingezogen. Für den Datenschutz sorgt nach wie vor Apples Private Cloud Compute.

In einer zweiten Szene zieht Siri Termine aus dem Kalender, Inhalte aus den Nachrichten und sogar eine Sprachnachricht aus der Mailbox heran, um Stern vorzuschlagen, woran sie nun arbeiten könnte. Beide Beispiele zeigen, worin Apple gegenüber der Konkurrenz im Vorteil ist. „Eine KI ist nur so gut wie die Daten, die sie hat. Und Apple hat eine Menge von meinen“, sagt Stern.

In dem Video werden auch die Grenzen der Software gezeigt. Stern fragt etwa nach medizinischem Rat und versucht, Siri auf eine romantische Ebene zu ziehen, um zu sehen, wie die Assistentin mit solchen Anfragen umgeht. Apple zeigt an dieser Stelle klar, dass Siri diese Rollen nicht übernehmen wird. Zudem zeigt der Test, dass manche Befehle, die die alte Siri sofort erledigt hat, jetzt mehr Zeit in der Verarbeitung beanspruchen oder wiederholt werden müssen. Hierzu zählen unter anderem das Setzen eines Timers oder Smart-Home-Befehle.

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Mehr Informationen

Zum Testen steht Siri AI in den Entwickler-Betas von iOS 27, iPadOS 27, macOS 27 und visionOS 27 bereit. Es gibt allerdings eine Warteliste, sodass nicht jeder sofort Zugriff auf die neue Siri bekommt. Die öffentlichen Betas folgen im Juli, der reguläre Start ist für den Herbst geplant. Selbst dann wird Siri AI noch ein Beta-Label tragen. Für Nutzer in der EU gibt es einen wichtigen Haken. So wird Siri AI zum Start unter iOS 27 und iPadOS 27 nicht in der EU verfügbar sein. Apple verweist hier auf regulatorische Hürden durch den Digital Markets Act.

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