Apple und Disney haben über eine Fusion gesprochen

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Disney und Apple haben einmal über einen Zusammenschluss der Konzerne gesprochen. Das bestätigt der frühere Disney-Chef Bob Iger in einem neuen Porträt der Financial Times, in dem er auf seine Zeit an der Konzernspitze zurückblickt. Die Führung des Unternehmens hat er im März an seinen Nachfolger Josh D’Amaro abgegeben. Als Berater und Mitglied des Verwaltungsrats bleibt er Disney noch bis Jahresende verbunden, das operative Geschäft liegt aber nicht mehr in seinen Händen.

Apple zeigte kein großes Interesse

Die Financial Times zeichnet Igers Jahre bei Disney nach und kommt dabei auch auf das Thema Zukäufe zu sprechen. Mit Pixar, Marvel und Lucasfilm hat Iger drei Übernahmen verantwortet, die sich für den Konzern ausgezahlt haben. Der Kauf von 21st Century Fox fiel deutlich umstrittener aus.

Über die klassischen Mediengeschäfte hinaus interessierte sich Iger früh für Technologieunternehmen. Eine Übernahme von Twitter stand kurz bevor, scheiterte dann aber an Igers eigenen Bedenken. Er fürchtete, der Dienst könnte Disney zu stark vom Kerngeschäft ablenken.

Das mit Abstand größere Vorhaben betraf jedoch Apple. In frühen Gesprächen ging es um eine Fusion beider Konzerne, die Iger rückblickend als „wirklich transformativ“ und als Zusammenschluss auf Augenhöhe beschreibt. „Wir haben intern darüber gesprochen und auch mit Apple einige Gespräche geführt, aber daraus wurde nichts“, sagt er. „Apple hat einfach nicht allzu viel Interesse gezeigt“, so seine Antwort auf die Frage nach dem Grund.

Schon in seinen 2019 erschienenen Memoiren hatte Iger die Überzeugung geäußert, dass Apple und Disney zueinandergefunden hätten, wenn Steve Jobs noch leben würde. Jobs gehörte nach dem Verkauf von Pixar an Disney dem Verwaltungsrat des Konzerns an, bis er 2011 starb. Auch nach Jobs‘ Tod blieb Iger der Idee einer gemeinsamen Zukunft zugetan. Das nötige Interesse auf Apples Seite stellte sich jedoch nie ein, weshalb der Zusammenschluss ein Gedankenspiel blieb.

Kategorie: Apple

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