iPhone 18 Pro Max: Materialkosten könnten bis zu 300 Dollar steigen

| 15:33 Uhr | 0 Kommentare

Nachdem Apple kürzlich bei einer Vielzahl seiner Produkte aufgrund der anhaltenden Speicherkrise die Preise angehoben hat, zweifelt kaum einer daran, dass die iPhone 18 Modelle im Vergleich zu ihren iPhone 17 Pendants ebenfalls teurer werden. Nun gibt es eine aktuelle Einschätzung, wie sich das Ganze auf das iPhone 18 Pro Max auswirken könnte. Einer aktuellen Analyse von Counterpoint Research zufolge steigen die Kosten für die Komponenten (Bill of Materials, BOM) der 1-TB-Version im Vergleich zum iPhone 17 Pro Max um knapp 300 Dollar. Verantwortlich dafür sind vor allem deutlich höhere Preise für Speicherchips sowie der neue A20-Pro-Chip. 

Speicherchips treiben die Kosten nach oben

Den größten Anteil am Kostenanstieg haben laut der Analyse der Arbeitsspeicher (DRAM) und der NAND-Flash-Speicher. Aufgrund der weltweiten Speicherknappheit und der hohen Nachfrage durch KI-Rechenzentren sind die Preise für diese Komponenten in den vergangenen Monaten massiv gestiegen. Beim iPhone 18 Pro Max könnten die Kosten für DRAM und NAND zusammen fast so hoch ausfallen wie die gesamten Kernkomponenten des aktuellen Modells. 

Hinzu kommt der neue A20 Pro, der im modernen 2-Nanometer-Verfahren gefertigt werden soll. Auch die aufwendigere Chip-Gestaltung (Packaging) trägt zu den höheren Herstellungskosten bei. Dagegen sollen Display und einige weitere Komponenten etwas günstiger werden. Die Kamera verteuert sich hingegen leicht – unter anderem durch die erwartete Hauptkamera mit variabler Blende. 

Steigen jetzt auch die iPhone-Preise?

Die höheren Produktionskosten könnten sich direkt auf die Verkaufspreise auswirken. Counterpoint geht davon aus, dass Apple die Preise je nach Speichervariante unterschiedlich anheben wird. Vor allem Modelle mit großer Speicherausstattung dürften teurer werden, um die sinkenden Gewinnmargen auszugleichen. Trotz einer durchschnittlichen Preiserhöhung von rund 200 Dollar soll Apple laut der Analyse bei der iPhone 18 Serie dennoch geringere Margen erzielen als bisher. 

Dass Apple an einer neuen Preisstrategie arbeitet, überrascht nicht. Der Konzern hat zuletzt bereits die Preise für zahlreiche Macs, iPads und weiteres Zubehör erhöht. Viele Marktbeobachter rechnen daher damit, dass auch die kommende iPhone-Generation nicht von Preisanpassungen verschont bleibt. 

Produktionskosten sind nicht alles

Allerdings sollte die Analyse richtig eingeordnet werden. Die sogenannte Bill of Materials umfasst lediglich die Material- und Komponentenpreise. Kosten für Forschung und Entwicklung, Software, Marketing, Logistik oder Garantie sind darin nicht enthalten. Zudem kann Apple aufgrund seiner enormen Einkaufsvolumina oft bessere Konditionen mit Zulieferern aushandeln als kleinere Hersteller. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Gewinnmargen könnten daher geringer ausfallen als die reinen BOM-Zahlen vermuten lassen. 

Sollten sich die Schätzungen bestätigen, wird das iPhone 18 Pro Max das bislang teuerste iPhone in der Herstellung. Vor allem die explodierenden Preise für Arbeitsspeicher und NAND-Speicher setzen Apple unter Druck. Ob der Konzern die Mehrkosten vollständig an die Kunden weitergibt oder einen Teil selbst übernimmt, dürfte sich spätestens zur Vorstellung der iPhone 18 Familie im Herbst zeigen. 

Kategorie: iPhone

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