Die EU-Kommission nimmt Smartwatches und andere kleine Wearables von der Vorgabe aus, dass Nutzer die fest verbauten Akkus selbst austauschen können müssen. Für Apple entfällt damit eine mögliche regulatorische Hürde beim Verkauf der Apple Watch in Europa.

Ausnahme gilt für Smartwatches, Smart Glasses und Fitness-Tracker
Die Batterieverordnung der EU schreibt vor, dass Batterien in tragbaren Geräten über die gesamte Lebensdauer hinweg vom Nutzer entnommen und ersetzt werden können müssen. Die Kommission hat nun eine Ausnahme für Geräte verabschiedet, deren Sicherheit, Haltbarkeit oder Wasserdichtigkeit unter einem für Nutzer zugänglichen Akku leiden würde. Dazu zählen auch Produkte, die für einen gefahrlosen Batterietausch zu klein sind oder auf kompakte, versiegelte Gehäuse angewiesen sind. Neben Smartwatches fallen Smart Glasses, Fitness-Tracker und weitere kleine Wearables unter die Regelung.
Endgültig beschlossen ist die Regelung damit noch nicht. Der delegierte Rechtsakt geht im nächsten Schritt an das Europäische Parlament und den Rat der EU. Erheben beide keinen Einspruch, tritt die Ausnahme 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft.
Politico berichtet, dass die Lockerung auf Kritik aus den USA folgt. Der amerikanische Botschafter hatte die Batterieregeln beanstandet, nachdem diese laut Bloomberg den Europa-Start der neuen Smart Glasses von Meta verzögert hatten. Ein Kommissionssprecher wies gegenüber Politico den Eindruck zurück, dass die Behörde dem Druck nachgegeben hat. Nach seinen Worten basieren die Vorschläge auf einer breiten öffentlichen Konsultation mit Verbraucherverbänden, Industrievertretern und den Mitgliedstaaten. Die Ausnahme zielt nach Darstellung der Kommission auch nicht auf ein einzelnes Produkt ab. Sie soll Verbraucher in Fällen schützen, in denen das Öffnen eines Geräts Sicherheitsrisiken birgt oder ein Zugriff auf den Akku technisch unrealistisch wäre.
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