Erstes KI‑Gerät von OpenAI soll ein mobiler Smart Speaker werden

| 19:07 Uhr | 0 Kommentare

Laut einem Bericht von Bloomberg wird das erste Hardware-Produkt von OpenAI ein mobiler Smart Speaker ohne Bildschirm. Während sich rund um das neue KI-Gerät ein Rechtsstreit zwischen Apple und OpenAI entwickelt, liefert uns Bloomberg heute weitere Details zu dem noch geheimen Gerät.

Fotocredit: OpenAI

Ein KI-Begleiter mit Kamera und beweglichen Elementen

Bloomberg beschreibt das Produkt als einen KI-Begleiter für das Zuhause, der Smart-Home-Zubehör steuert, Fragen beantwortet, Medien abspielt und auf Nachrichten reagiert. Als Grundlage dient ChatGPT, für die Kommunikation mit dem Nutzer setzt OpenAI auf GPT-Live. Mit der Zeit soll der Lautsprecher seinen Besitzer immer besser kennenlernen und von sich aus Vorschläge machen.

Das Gerät soll eine eigene Persönlichkeit bekommen und auf einer „menschlichen Ebene“ mit seinem Gegenüber interagieren. Mechanische Elemente können sich selbstständig bewegen, damit der Lautsprecher lebendig wirkt. Eine eingebaute Kamera erfasst die Umgebung, ein Akku sorgt dafür, dass sich das Gerät von Raum zu Raum tragen lässt.

OpenAI-Chef Sam Altman und der frühere Apple-Designer Jony Ive haben das Projekt in der Vergangenheit mehrfach angedeutet und von einem neuen Computertyp gesprochen, der von Grund auf für KI entworfen wurde. Die bisherigen Prototypen loben die beiden in höchsten Tönen.

Rechtsstreit mit Apple

Apple wirft OpenAI in seiner Klage vor, vertrauliche Informationen für die Entwicklung des Geräts genutzt zu haben, darunter ein geschütztes Verfahren zur Metallveredelung.

Mit dem Projekt vertraute Personen widersprechen dieser Darstellung gegenüber Bloomberg. Der Lautsprecher unterscheidet sich laut ihren Angaben von allem, was Apple derzeit verkauft. Den HomePod und den HomePod mini betrachtet OpenAI selbst nicht als vergleichbare Produkte. Apple arbeitet allerdings an einem Smart-Home-Hub, der Gerüchten zufolge ein quadratisches 7-Zoll-Display, einen Lautsprecher, eine Kamera für Videotelefonate und Gesichtserkennung sowie eine Siri-Anbindung mitbringen soll. Zudem wird es für Apple interessant sein, was OpenAI für die Zukunft plant. So soll das langfristige Ziel ein Smartphone-ähnliches Gerät sein.

Ursprünglich war für OpenAIs erstes KI-Gerät von einem Marktstart im Jahr 2026 die Rede, inzwischen gilt 2027 als Ziel. Eine Vorstellung könnte trotzdem noch in diesem Jahr erfolgen, sofern der Rechtsstreit die Pläne nicht durchkreuzt. Apple hat beim Gericht eine einstweilige Verfügung beantragt. Gibt das Gericht dem Antrag statt, darf OpenAI vorerst keine Hardware auf den Markt bringen.

Kategorie: Apple

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