Die Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen haben bereits angedeutet, dass Apple für diese Jahreszeit mehr iPhone-Modelle verkaufen konnte denn je. Nun gibt es eine Analysteneinschätzugn. Demnach hat Apple im zweiten Quartal 2026 nahezu die Hälfte des weltweiten Smartphone-Umsatzes für sich beansprucht – trotz eines branchenweiten Rückgangs bei den Auslieferungen.

Apple erreichte im Q2/2026 einen Rekordanteil von 49 Prozent am weltweiten Smartphone-Umsatz
Apple sicherte sich im vergangenen Quartal einen Rekordanteil von 49 Prozent am globalen Smartphone-Umsatz, während der eigene Umsatz um 22 Prozent im Jahresvergleich stieg – der höchste jemals erzielte Umsatzanteil für ein zweites Quartal in der Unternehmensgeschichte.
Stärkstes Wachstum unter den Top-5-Marken
Laut Counterpoint wuchs der gesamte Smartphone-Umsatz weltweit im Quartal um 7 Prozent im Jahresvergleich – Apple verzeichnete dabei das schnellste Wachstum unter den fünf größten Marken. Der durchschnittliche Verkaufspreis stieg auf 946 US-Dollar, gegenüber 879 US-Dollar im Vorjahr.
Apple erreichte zudem seinen bislang höchsten Auslieferungsanteil für ein zweites Quartal: 21 Prozent, gegenüber 17 Prozent im Vorjahr. Damit bleibt das Unternehmen jedoch weiterhin auf Platz zwei hinter Samsung, das 23 Prozent der weltweiten Auslieferungen für sich beanspruchte. Alle übrigen Top-5-Marken verzeichneten rückläufige Auslieferungsanteile – Xiaomi verzeichnete dabei den stärksten Einbruch, von 14 auf 11 Prozent, bei einem Rückgang der Stückzahlen um 26 Prozent im Jahresvergleich.
Stabile Preise als Wettbewerbsvorteil
Wie Counterpoint anmerkt, zwang die branchenweite Speicherchip-Knappheit zahlreiche Smartphone-Hersteller dazu, ihre Preise anzuheben, da Komponentenkosten stiegen und das Angebot knapper wurde. Apple hingegen hielt die iPhone-Preise weitgehend stabil. Counterpoint erwartet allerdings, dass sich das in den kommenden Quartalen ändern wird.
In dem Bericht heißt es: Apples Wachstum sei vor allem durch die anhaltende Nachfrage nach dem iPhone-17-Lineup getragen worden, insbesondere dem regulären iPhone 17 und dem iPhone 17 Pro Max, was den Produktmix der Marke weiterhin stark ins Premium-Segment lenkte. Anders als Wettbewerber, die deutliche Preiserhöhungen durchsetzten, habe Apple die Preise weitgehend stabil gehalten. Dies ist ein Beleg für die Fähigkeit des Unternehmens, steigende Herstellungskosten selbst abzufedern und sich von der Speicherkrise weitgehend abzukoppeln.
Eine Preiserhöhung in den kommenden Quartalen sei jedoch wahrscheinlich. Diese Preisdisziplin habe Apples Wettbewerbsposition gestärkt und sowohl beim Wert als auch beim Volumen Wachstum ermöglicht, während weite Teile des Marktes schrumpften. Regional stachen China, Europa und Schwellenländer besonders hervor, da die stabile Preisgestaltung Apples relatives Wertversprechen inmitten verbreiteter Android-Preiserhöhungen verbesserte.
Der Bericht erscheint kurz nach Apples Earnings Call zum dritten Fiskalquartal 2026, bei dem das Unternehmen gewarnt hatte, dass sich die Lieferengpässe im September-Quartal deutlich verschärfen dürften – insbesondere bei iPhone, iPad und Mac.
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