Speicherkrise macht das MacBook Air zur Mangelware

| 21:15 Uhr | 0 Kommentare

Wer derzeit ein MacBook Air direkt bei Apple bestellt, wartet bis Ende August auf sein Gerät. Laut Mark Gurman von Bloomberg beschreiben Handelsquellen die Verfügbarkeit des Notebooks als so angespannt wie noch nie, obwohl das aktuelle M5-Modell erst seit wenigen Monaten auf dem Markt ist.

Fotocredit: Apple

Apple räumt dem MacBook Pro Vorrang ein

Hintergrund ist die anhaltende Speicherkrise. Weil KI-Rechenzentren weiter riesige Mengen an Speicherchips aufkaufen, sind die Preise für RAM und SSDs seit Jahresbeginn nochmals deutlich gestiegen. Apple hat darauf Ende Juni mit einer Preiserhöhung für mehrere Produkte reagiert. An der knappen Verfügbarkeit haben die höheren Preise nichts geändert.

Laut Gurman geht der Engpass auf die Speicherknappheit zurück, wird aber durch eine bewusste Entscheidung verschärft. Apple soll die Fertigung des 14 Zoll M5 MacBook Pro bevorzugen, um vor dem für den Herbst erwarteten M6-Nachfolger die Bauteilbestände des aktuellen Modells loszuwerden. Ein neues MacBook Air ist laut Gurman erst für einen späteren Zeitpunkt geplant. Um die Lage zu entspannen, bereitet Apple dem Bericht zufolge den Einkauf von Speicher bei chinesischen Zulieferern vor, zunächst für Geräte, die auch in China verkauft werden.

Wie ungewöhnlich die Situation ist, zeigt Apples aktuelle Back-to-School-Aktion. Dort weist das Unternehmen ausdrücklich darauf hin, dass das MacBook Air nur je nach Verfügbarkeit erhältlich ist. Solche Einschränkungen sind bei Produkten mitten im Verkaufszyklus unüblich. Kurzfristige Besserung ist nicht in Sicht. Für das laufende Quartal hat Apple bereits vor Lieferengpässen gewarnt, die sich auf die Verkaufszahlen auswirken dürften. Auch weitere Preiserhöhungen hat der Konzern in Aussicht gestellt, denkbar sind erneute Anpassungen bei den Macs.

Kategorie: Mac

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