Apple begrenzt Bug-Reports nach Flut von KI-Meldungen

| 14:05 Uhr | 0 Kommentare

Apple hat die Anzahl an Schwachstellen reduziert, die Sicherheitsforscher im Rahmen des Bug-Bounty-Programms bei Apple einreichen könnt. Auslöser war offenbar die Anzahl fragwürdiger Meldungen, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz gemeldet wurden.

Apple begrenzt Bug-Reports nach Flut von KI-Meldungen

Apple hat gegenüber der Financial Times bestätigt, dass das Unternehmen über sein System zur Überprüfung von Sicherheitslücken eine hohe Anzahl qualitativ minderwertiger Meldungen von Amateur-Sicherheitsexperten verzeichnet, die KI zur Suche nach Schwachstellen einsetzen. Echte Meldungen gingen zum Teil in der Flut der Meldungen unter.

Die Financial Times erfuhr von der Beschränkung, nachdem das Cybersicherheits-Startup Bynario mithilfe von ChatGPT innerhalb von drei Wochen über 50 macOS-Sicherheitslücken aufspürte. Bynario entdeckte eine Sicherheitslücke, die es Angreifern ermöglichte, uneingeschränkten Zugriff auf einen Mac zu erlangen, konnte diese jedoch nicht melden, da Apple die Anzahl der von Bynario einreichbaren Fehlerberichte begrenzt hatte. Bynario übermittelte 2025 acht und 2026 weitere fünf Berichte an Apple, bevor die Beschränkung auftrat. Mittlerweile hat Apple direkten Kontakt mit Bynario aufgenommen und prüft die eingereichten Unterlagen des Unternehmens.

Auch wenn Apple grundsätzlich die Anzahl an Meldungen, die Sicherheitsforscher einreichen können, begrenzt, können individuelle Anpassungen abgesprochen werden, damit Apples Sicherheitsteam keine kritische Sicherheitslücke übersieht.

KI spielt in der Forschung nach Sicherheitslücken mittlerweile eine bedeutsame Rolle. Sowohl Sicherheitsforscher setzen auf KI, um Schwachstellen zu finden als auch Apple nutzt KI zur Auswertung der eingereichten Unterlagen. Nichtsdestotrotz werden eingereichte Meldungen von Menschenhand überprüft. Je mehr Einreichungen erfolgen, desto mehr Arbeitsaufwand bedeutet dies für Apples Sicherheitsforscher.

Das kürzlich erschienene iOS-Update 26.6 behebt fast 90 Sicherheitslücken, von denen einige auf die Arbeit von Claude von Anthropic und Codex Security von OpenAI zurückgehen.

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