65 Prozent aller Premium-Smartphones sind iPhones

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Der Markt für Smartphones oberhalb von 600 US-Dollar gehört traditionell größtenteils Apple. Daran ändert sich laut Counterpoint Research im Wesentlichen nichts. Im ersten Halbjahr 2026 entfielen rund 65 Prozent aller verkauften Premium-Geräte auf den iPhone-Hersteller, der in diesem Segment um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr wuchs.

Chinesische Hersteller gewinnen im eigenen Markt Anteile

Auch wenn Apples Vorsprung deutlich ausfällt, kommt der iPhone-Hersteller an frühere Werte nicht mehr heran. 2022 lag der Anteil noch bei 74 Prozent. Verantwortlich für den Rückgang sind vor allem chinesische Hersteller wie Huawei, Xiaomi und Oppo, deren teure Modelle im Heimatmarkt zunehmend den Vorzug vor dem iPhone erhalten.

Samsung kommt im Premium-Segment auf 19 Prozent, die übrigen Anbieter teilen sich die verbleibenden 16 Prozent. Über alle Preisklassen hinweg liefert Apple 23 Prozent aller weltweit verkauften Smartphones aus, streicht dabei aber knapp die Hälfte der Gewinne der gesamten Branche ein.

Der Speichermangel lässt das Premium-Segment wachsen

Das Premium-Segment wuchs im ersten Halbjahr um fünf Prozent und macht inzwischen 29 Prozent des Weltmarkts aus, so viel wie nie zuvor. Ein Grund dafür ist der weltweite Engpass bei Arbeitsspeicher, der die Preise vieler Geräte über die Marke von 600 US-Dollar treibt. Weil auch günstigere Modelle teurer werden, greifen viele Käufer gleich zum höherwertigen Gerät.

Die Hersteller reagieren dem Bericht zufolge mit neuen Finanzierungsangeboten. Samsung hat mit der Galaxy Card eine eigene Kreditkarte gestartet, während Apple in den USA mit Apple Upgrade seit Kurzem ein Ratenzahlungsmodell für iPhone, iPad, Mac und Apple Watch anbietet. Auch die Ankaufspreise für gebrauchte Geräte hat Apple in dieser Woche angehoben. Wer sein Smartphone bislang möglichst lange behalten hat, soll trotz gestiegener Preise früher aufrüsten.

Für den Herbst zeichnen sich allerdings Probleme ab. Die Fertigung des iPhone 18 Pro könnte unter dem RAM-Mangel leiden, während Apple nach eigenen Angaben schon jetzt so viele iPhone 17 Modelle verkauft, wie sich produzieren lassen. Die Engstelle dürfte im September-Quartal deshalb weniger bei der Nachfrage liegen als beim Angebot.

Kategorie: iPhone

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