Oftmals sind steigende Lieferzeiten bei einem Apple Produkt ein Indikator dafür, dass eine neue Generation vor der Tür steht. Im jüngsten Fall dürfte es allerdings einen anderen Grund haben.
Die weltweite Knappheit bei Arbeitsspeicher wirkt sich inzwischen offenbar auch auf die Verfügbarkeit des MacBook Air aus. Das beliebte Notebook ist zunehmend schwerer verfügbar, nachdem die Liefersituation bei anderen Mac-Modellen bereits in den vergangenen Monaten angespannter wurde. Als wesentlicher Grund werden die durch den KI-Boom stark gestiegene Nachfrage nach Speicher und die damit verbundenen Engpässe in der Lieferkette genannt.

Fotocredit: Apple
MacBook Air: Lieferzeiten steigen an
Bislang war das MacBook Air von den Lieferproblemen vergleichsweise wenig betroffen und in unterschiedlichen Konfigurationen gut erhältlich. Das scheint sich nun zu ändern. Bei Bestellungen können längere Lieferzeiten auftreten, da Apple offenbar nicht mehr sämtliche Nachfrage unmittelbar aus den verfügbaren Beständen bedienen kann. Ein Blick in den Apple Online Store zeigt, dass je nach Modell und Konfiguration zwischen zwei und vier Wochen Lieferzeit zu erwarten sind. Bei Amazon sieht die Situation (noch) erfreulicher aus. Dort erhaltet ihr beispielsweise das 13 Zoll Modell 200 Euro günstiger und zudem ist das Gerät sofort verfügbar.
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Hintergrund ist die derzeit angespannte Situation auf dem globalen Speichermarkt. Rechenzentren und KI-Anwendungen benötigen enorme Mengen an Arbeitsspeicher, insbesondere für leistungsfähige KI-Systeme. Dadurch fließt ein großer Teil der verfügbaren Produktionskapazitäten in den lukrativeren Server- und KI-Bereich. Apple bezieht seinen Speicher unter anderem von Samsung, SK Hynix und Micron und bekommt die Auswirkungen dieser Entwicklung inzwischen ebenfalls zu spüren.
Eine schnelle Entspannung ist derzeit nicht in Sicht. Die weltweite RAM-Produktionskapazität ist für 2027 bereits weitgehend verkauft, während der Aufbau zusätzlicher Fertigungskapazitäten mehrere Jahre dauern kann. Damit könnten die Engpässe Apple und andere Hersteller noch längere Zeit begleiten und sich nicht nur auf die Verfügbarkeit, sondern auch auf die Preise kommender Geräte auswirken.
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Für Apple ist das besonders relevant, weil Speicher mittlerweile ein wichtiger Kostenfaktor bei praktisch allen Produktgruppen ist. Die RAM-Knappheit könnte daher neben dem MacBook Air auch iPhone, iPad und weitere Mac-Modelle betreffen und Apples Spielraum bei der Preisgestaltung neuer Geräte zunehmend einschränken.
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