Kuo widerspricht: Kein Apple-Chip-Stau bei TSMC – aber Speicherengpass ist real

| 14:55 Uhr | 0 Kommentare

Apple fährt seine Hardware-Auslieferungspläne für 2026 aufgrund der anhaltenden DRAM-Knappheit zurück, das erklärte der bekannte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo. Gleichzeitig widersprach er einem kürzlich veröffentlichten Bericht zu angeblich „blockierten“ Prozessoren bei TSMC.

Kuo stellt vorherigen Bericht infrage

Kuo äußerte sich in einem längeren Beitrag, in dem er einen kürzlich veröffentlichten Bericht anzweifelt, wonach bei TSMC unvollendete Prozessoren, bei denen die Speicherkomponente noch fehlt, im Wert von 1 Milliarde Dollar auf Halde liegen. Als Grund hierfür wurde lolpüortiert, dass sich Apple den Speicher nicht rechtzeitig sichern konnte. Laut Kuo plant Apple seine Prozessorproduktion mindestens drei Monate im Voraus, basierend auf der erwarteten verfügbaren Speichermenge. TSMC lasse dabei nicht in großem Stil Wafer auf Vorrat fertigen. Kuo glaubt zwar durchaus an eine reale Speicherknappheit, sieht jedoch kein Szenario, in dem TSMC auf ungenutztem Lagerbestand sitzen bleibt.

„Anders gesagt: Die angespannte Speicherversorgung ist real. Aber meinem Verständnis nach gab es kein dramatisches Szenario, in dem TSMC zunächst Prozessoren im Wert von 1 Milliarde Dollar als Work-in-Progress aufgebaut hätte und dann auf ankommenden Speicher warten musste, bevor die Verpackung fortgesetzt werden konnte. TSMC und Apple sind beide für ihre Weltklasse-Ausführung bekannt, und eine derart dramatische Entwicklung wäre ungewöhnlich, gerade angesichts der engen Abstimmung beider Unternehmen in ihrer Lieferkette“, so Kuo.

Bereits spürbare Auswirkungen auf mehrere Produktlinien

Die Speicherknappheit hat bereits Mac Studio, Mac mini und MacBook Air betroffen und dürfte den Berichten zufolge auch die kommenden iPhone-Modelle beeinträchtigen. Speicherhersteller priorisieren derzeit die Belieferung von KI-Rechenzentren, da entsprechende Verträge deutlich profitabler sind. Dadurch bleibt weniger Kapazität für Chips in Endverbrauchergeräten übrig.

Steigende Preise, längere Wartezeiten

Das knappe Angebot hat die Preise in die Höhe getrieben und bei einigen Produkten zu langen Lieferzeiten geführt. Apple hatte im Juni bereits die Preise für sämtliche Mac- und iPad-Modelle angehoben – auch bei den iPhones wird im September mit einer Preissteigerung gerechnet.

Das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max sowie das faltbare iPhone Ultra könnten aufgrund der Speicherprobleme nur in begrenzten Stückzahlen verfügbar sein. Es ist damit zu rechnen, dass die Geräte bereits während der Vorbestellphase ausverkauft sein werden.

Kategorie: iPhone

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