BOE hofft auf OLED-Aufträge für das nächste iPad Air

| 17:33 Uhr | 0 Kommentare

Samsung Display fertigt die OLED-Panels für das neu gestaltete iPad Air, das Apple in der ersten Jahreshälfte 2027 auf den Markt bringen soll. Wie das Branchenportal The Elec berichtet, arbeitet der chinesische Hersteller BOE daran, als zweiter Zulieferer in diese Lieferkette einzusteigen.

Fotocredit: Apple

Entscheidung über Aufträge fällt Ende des Jahres

Laut dem Bericht bereitet BOE die Fertigung in seinem Werk B12 in Chongqing vor, wo das Unternehmen OLED-Panels der sechsten Generation produziert. Bevor Apple Aufträge vergibt, muss BOE die Qualifizierung bestehen. Die dafür nötigen Muster stehen noch aus. Mit einer Entscheidung rechnen die Quellen im November oder Dezember, da Apple die Produktionsfreigabe üblicherweise ein bis zwei Monate vor Beginn der Massenfertigung erteilt. Samsung Display soll gegen Ende dieses Jahres oder Anfang 2027 mit dem Hochfahren der Produktion beginnen. Scheitert BOE an der Qualifizierung, übernimmt Samsung die gesamte erste Fertigungsrunde allein.

Selbst bei einem positiven Bescheid dürfte BOE zunächst nur kleine Stückzahlen liefern. Dem Bericht zufolge kämen die Panels dann in Geräten für den chinesischen Markt oder in aufbereiteten iPads zum Einsatz, nicht in der weltweiten Erstauslieferung.

Für BOE wäre der Auftrag ein wichtiger Schritt. Das Unternehmen liefert seit Jahren OLED-Panels für das iPhone, kam bei größeren Bildschirmdiagonalen aber nie zum Zug. Bei Tablets teilen sich Samsung Display und LG Display das Geschäft. Zuletzt hat BOE bei Apple sogar an Boden verloren. Laut The Elec fiel die Auslastung der für Apple reservierten Fertigungslinien von rund 82 Prozent im Jahr 2024 auf etwa 48 Prozent zu Beginn dieses Jahres.

Das neue iPad Air soll in Größen von 11 und 13 Zoll erscheinen. Apple verbaut dem Bericht zufolge ein Hybrid-OLED-Panel mit Glassubstrat und Dünnschichtverkapselung, einer einfachen RGB-Emissionsschicht und einer LTPS-Backplane. Die Bildwiederholrate liegt bei 60 Hertz. Damit bleibt das Panel günstiger als das Tandem-OLED des iPad Pro, markiert gegenüber dem bisherigen LCD aber trotzdem einen klaren Fortschritt.

BOE bemüht sich außerdem um eine Rolle als zweiter Zulieferer für das geplante OLED-MacBook-Pro, dessen Panels im Werk B16 in Chengdu entstehen könnten. Dort liegt aber die Fertigungsausbeute seit Längerem unter den Anforderungen, weshalb Branchenkreise mit Lieferungen an Apple erst nach 2028 rechnen.

Kategorie: iPad

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