Tim Cook ist seit Anfang dieses Monats nicht mehr Apple-Chef, allerdings verschwindet er keineswegs von der Bildfläche. Nur beim September-Event wird er dieses Mal nicht mit dabei sein – zumindest nicht im Video.
Der CEO-Wechsel von Tim Cook zu John Ternus schreitet weiter voran. Cook verlässt Apple zwar nicht, doch mit seinem neuen Posten als Chairman des Board of Directors ist er diesmal nicht mehr das gewohnte öffentliche Gesicht des Unternehmens.

Fotocredit: Apple
Kein Auftritt im Event-Video
In seinem Aktzellen „Power On“-Newsletter schreibt Mark Gurman von Bloomberg, dass Tim Cook im offiziellen Apple-Event-Video sehr wahrscheinlich nicht auftauchen wird. Vor Ort im Apple Park wird er trotzdem sein, er wird die Präsentation bei der Vorführung im Publikum verfolgen.
Der Grund liegt auf der Hand: Ternus soll als neues Gesicht von Apple und der kommenden Falt-iPhone-Ära etabliert werden. Ein Auftritt von Cook im Video würde dem entgegenwirken und die Position des neuen CEOs schwächen.
Hinzu kommt: Cook hat sich bereits mehrfach öffentlich verabschiedet, so zum Beispiel bei der Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen, in einem internen Memo an die Belegschaft und auch während der WWDC-Keynote im Juni. Ein weiterer Auftritt im September-Video würde diesen Abschied nur unnötig in die Länge ziehen.
Veränderungen hinter den Kulissen
Der Führungswechsel bringt auch abseits der Bühne einige Änderungen mit sich. Cook musste sein bisheriges Büro im Sektor 7 des Apple Park räumen und zieht in ein neues Büro um. Ternus übernimmt dagegen erstmals ein Büro in der Chefetage. Gleichzeitig verlässt er seinen bisherigen Platz in der Nähe der Hardware-Entwicklungsteams.
Öffentlich loben sich Cook und Ternus bei internen wie externen Anlässen gegenseitig. Gleichzeitig macht Cook deutlich, dass er dem Unternehmen weiterhin aktiv erhalten bleibt. In seinem letzten CEO-Memo kündigte er an, die Mitarbeiter auch künftig auf den Apple-Campussen weltweit zu treffen.
Finanziell schlägt sich das ebenfalls nieder: Cook erhält als Chairman ein Grundgehalt von 2 Millionen Dollar sowie potenziell bis zu 45 Millionen Dollar in Form von Restricted Stock Units für das Geschäftsjahr 2027. Zum Vergleich: Sein Vorgänger im Amt, der bisherige Non-Executive Chairman Art Levinson, kam im Vorjahr auf weniger als 560.000 US-Dollar, inklusive Gehalt, Aktien und sonstiger Vergütung.
Bei einem Gehaltspaket dieser Größenordnung dürfte klar sein: Cook wird in seiner neuen Rolle alles andere als kaltgestellt.
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