Apple hat auf seinem September-Event in Cupertino das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max vorgestellt. Die neuen Pro-Modelle bekommen erstmals eine Hauptkamera mit verstellbarer Blende, den A20 Pro aus 2-Nanometer-Fertigung und deutlich längere Akkulaufzeiten. Vorbestellungen nimmt Apple ab Samstag, dem 12. September, im Apple Online Store entgegen. Ab dem 18. September stehen beide Geräte im Handel.

Fotocredit: Apple
Die Hauptkamera arbeitet mit sechs Blendenlamellen
Der wichtigste Neuzugang steckt in der 48-Megapixel-Hauptkamera, deren Blende sich erstmals bei einem iPhone verstellen lässt. Sechs lasergeschnittene Lamellen öffnen und schließen sie in vier Stufen. Im Automatikmodus passt die Kamera Blende und damit Schärfentiefe je nach Motiv und Licht selbst an. Wer mehr Kontrolle will, wählt manuell eine der vier Stufen in der Kamera-App. Entwickler bekommen eine Schnittstelle, mit der ihre Apps den gesamten Blendenbereich nutzen können.
Zusammen mit einem neuen Sensor und einer überarbeiteten Bildverarbeitung verspricht Apple bessere Aufnahmen bei wenig Licht sowie mehr Details in den hinteren Reihen von Gruppenfotos. Die „Fotografischen Stile“ erhalten Regler für Textur und Körnung. Bei Videos lassen sich Kino-Effekte jetzt nachträglich auf Material mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde anwenden. Zeitraffer nehmen in 4K und Dolby Vision HDR auf, während der Audiomix Stimmen sauberer freistellt und neuerdings auch Musik isolieren kann.
Neu ist außerdem eine anpassbare Ansicht mit Profi-Bedienelementen in der Kamera-App. Dort legen Nutzer ihre meistgenutzten Einstellungen ab und regeln Blende, Verschlusszeit und Weißabgleich manuell. Ein Histogramm zeigt die Belichtung für die gesamte Szene.
Signierte Sensordaten sollen die Echtheit von Fotos belegen
Mit „Apple Reference Image“ führt Apple einen Echtheitsnachweis für Fotos ein. Der neue Sensor der Hauptkamera signiert jedes einzelne Pixel. Im Referenz-Modus landen diese signierten Daten in „Private Cloud Compute“, wo daraus ein unveränderbares Referenzbild entsteht. In der Fotos-App liegt es wie ein digitales Negativ neben dem eigentlichen Foto, sodass sich beide Versionen vergleichen lassen und Bearbeitungen sichtbar werden. Drittanbieter können die Referenzbilder über Schnittstellen in iOS, iPadOS und macOS 27 anzeigen. Zusätzlich will Apple den SynthID-Standard unterstützen, um KI-generierte oder KI-bearbeitete Bilder kenntlich zu machen.
A20 Pro und neue Kühlung
Der A20 Pro entsteht im 2-Nanometer-Verfahren. Die 6-Kern-CPU hat 50 Prozent mehr Speicherbandbreite als der A19 Pro, während die neue 7-Kern-GPU bis zu 40 Prozent schneller rechnen soll. Die Neural Engine kommt jetzt als Doppelblock mit zusammen 32 Kernen und verdoppelt laut Apple die KI-Leistung des Vorgängers.
Für die Wärmeabfuhr übernimmt Apple ein Konzept aus den M-Chips. Speicher und Die liegen nebeneinander statt übereinander, sodass der Prozessor direkt auf einer neuen Dampfkammer (Vapor Chamber) sitzt. Deren Oberfläche ist dreimal so groß wie beim iPhone 17 Pro. Unter Dauerlast soll das iPhone 18 Pro dadurch bis zu 40 Prozent mehr Leistung halten als der Vorgänger.
Für die Verbindung nach außen sorgen der Funkchip N1 mit Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread sowie das neue C2 Modem. Der Nachfolger des C1X bietet laut Apple spürbar höhere Upload-Geschwindigkeiten und verbraucht dabei 15 Prozent weniger Strom. mmWave wird nur in den USA unterstützt.
Das Pro Max hält bis zu 45 Stunden Videowiedergabe durch
Die größten Sprünge macht Apple nach eigener Aussage bei der Akkulaufzeit, wobei die Bestwerte nur für die eSIM-only-Varianten gelten. Für sie nennt Apple bis zu 36 Stunden Videowiedergabe beim iPhone 18 Pro und bis zu 45 Stunden beim Pro Max. Diese Varianten gibt es in den USA, Kanada, Japan, Mexiko und mehreren Golfstaaten. Dort nutzt Apple den Platz des SIM-Fachs für einen größeren Akku, der zwei zusätzliche Stunden Videowiedergabe bringt. Deutschland steht nicht auf der Liste, hierzulande fallen die Laufzeiten also etwas kürzer aus.
Per Kabel lädt das iPhone 18 Pro in rund 15 Minuten auf 50 Prozent, während es kabellos dafür etwa 30 Minuten benötigt. Beim Pro Max reichen fünf Minuten am Kabel für rund sieben Stunden Videowiedergabe. Nach einem neuen Nutzungsmodell, das auf realen Daten beruht, gibt Apple für das große Modell bis zu 30 Stunden gemischte Nutzung pro Ladung an.
Die Dynamic Island schrumpft und zeigt drei Live-Aktivitäten
Die Dynamic Island wird kleiner und bietet trotzdem mehr Platz. Bis zu drei Live-Aktivitäten passen jetzt gleichzeitig hinein. Face ID funktioniert wie gewohnt.
Ab Werk läuft iOS 27 mit Apple Intelligence. Die neue Siri steht in der Beta in ausgewählten Ländern unter dem bereits bekannten Namen „Siri AI“ zur Verfügung und greift auf persönlichen Kontext aus Nachrichten, Mails und Fotos zu. Sie erkennt, was auf dem Bildschirm zu sehen ist, und kann darauf reagieren. Im Kamera-Modus beantwortet sie Fragen zu dem, was vor der Linse liegt. Image Playground erzeugt jetzt fotorealistische Bilder. Safari überwacht auf Wunsch Webseiten auf Preisänderungen oder Verfügbarkeitsänderungen.
Preis & Verfügbarkeit
Beide Modelle kommen in Schwarz, Silber, Glacier und dem neuen Burgunderrot mit 256 GB, 512 GB, 1 TB oder 2 TB Speicher. Hierzulande kostet das iPhone 18 Pro ab 1449 Euro, das Pro Max ist ab 1599 Euro erhältlich.
0 Kommentare