Apple nennt Details zu den Nutzungslimits von Apple Intelligence

| 6:55 Uhr | 0 Kommentare

Apple hat ein neues Support-Dokument veröffentlicht, das erklärt, welche Funktionen von Apple Intelligence künftig eingeschränkt werden und unter welchen Bedingungen Nutzer mehr Kontingent erhalten. Zahlen zu den eigentlichen Limits und Kosten nennt das Dokument allerdings nicht.

Fotocredit: Apple

Apple hatte die Limits bereits angekündigt

Schon bei der Vorstellung der neuen Apple Intelligence-Funktionen auf der WWDC26 hatte Apple erwähnt, dass einige Funktionen nur begrenzt nutzbar sein werden, darunter die Bildgenerierung. Als Begründung nannte das Unternehmen den Bedarf an leistungsfähigen Servermodellen. Wer ein iCloud+ Abo hat, soll bei den meisten Tarifen mehr Kontingent bekommen.

Beim September-Event hat Apple diese Einschränkungen noch einmal bestätigt. Das neue Support-Dokument geht dabei weiter auf das System ein.

Diese Funktionen laufen auf Apples Servern

Laut Apple hängen die folgenden Funktionen von serverseitigen Modellen ab und können deshalb Nutzungslimits unterliegen:

  • Siri AI
  • die intelligenten Fotowerkzeuge, also Bereinigen, Erweitern und das räumliche Neuausrichten von Bildern
  • Image Playground
  • die Modelle AFM 3 Cloud und AFM 3 Cloud Pro in Kurzbefehlen
  • Apps von Drittentwicklern, die Apples Foundation Models über Private Cloud Compute nutzen

Wann die Limits greifen und wie hoch sie ausfallen, lässt Apple offen. Das Unternehmen schreibt lediglich, dass diese und weitere Funktionen von Apple Intelligence und Siri AI „in Zukunft“ begrenzt werden. Wer sein Kontingent aufgebraucht hat, verliert den Zugriff auf die betroffene Funktion vorübergehend, bis das Limit wieder zurückgesetzt wird.

Die Grenzen sollen sich je nach Funktion, Komplexität der Anfrage, Serverauslastung und weiteren Faktoren unterscheiden. Wer mehr benötigt, kann gegen Bezahlung zusätzliches Kontingent erhalten. Wie dieses Angebot aussieht und ob es über iCloud+ hinaus eigene Tarife geben wird, geht aus dem Dokument nicht hervor.

Kameras in der Home-App

Konkreter wird Apple bei den Home-Kamera-Funktionen. Funktionen wie Videozusammenfassungen in der Home-App stehen nur für eine begrenzte Anzahl an Kameras zur Verfügung, abhängig vom iCloud+ Tarif. Im 2 TB-Tarif ist es eine Kamera, im 6 TB-Tarif sind es zwei und im 12 TB-Tarif fünf. Apple behält sich vor, diese Zahlen später anzupassen.

Die kleineren iCloud+ Tarife mit 50 GB oder 200 GB tauchen in dieser Aufzählung nicht auf. Ob die Kamerafunktionen dort komplett fehlen, gibt das Dokument nicht ausdrücklich an.

Apple kann den Zugang sperren

Sowohl Siri AI als auch Apple Intelligence unterliegen künftig eigenen Nutzungsbedingungen, den „Apple Intelligence Usage Terms“. Darin geht es unter anderem um Altersbeschränkungen, Geräteanforderungen, die Verfügbarkeit und den Umgang mit Verstößen.

Zwei Abschnitte sind dabei besonders interessant. Unter dem Punkt „Unreasonable Use“ beschreibt Apple, dass übermäßige, automatisierte, betrügerische oder anderweitig unangemessene Nutzung eingeschränkt, gedrosselt oder ausgesetzt werden kann, vor allem dann, wenn sie die Verfügbarkeit des Dienstes für andere beeinträchtigt. Was als unangemessen gilt, entscheidet Apple anhand von Nutzungsvolumen, Häufigkeit, Komplexität der Anfragen, Serverauslastung und Nutzungsmustern.

Im Abschnitt zur Umsetzung der Richtlinien räumt sich Apple das Recht ein, Verstöße zu untersuchen und den Zugang zu Apple Intelligence zu beschränken oder ganz zu beenden. Die Bedingungen selbst kann Apple jederzeit ändern. Wer die Funktionen danach weiter nutzt, akzeptiert damit automatisch die neue Fassung.

Kategorie: Apple

Tags:

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert