Amazon senkt Prime-Preis nach BGH-Urteil wieder auf 69 Euro

| 11:43 Uhr | 0 Kommentare

Amazon nimmt die Preiserhöhung bei Prime aus dem Jahr 2022 zurück und berechnet bestehenden Mitgliedern statt 89,90 Euro wieder 69 Euro im Jahr. Der Konzern reagiert damit auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs, nach dem die damalige Erhöhung unzulässig war. Laut Amazon gilt der alte Preis allerdings nur vorübergehend.

Klage der Verbraucherzentrale

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hatte gegen die Preisanpassungsklausel geklagt, auf die sich Amazon im September 2022 berief, als der Konzern den Jahresbeitrag für laufende Abos von 69 auf 89,90 Euro anhob. Zur selben Zeit stiegen auch der Monatsbeitrag und die Preise für Studenten. Bevor der BGH nun abschließend entschied, hatten bereits das Landgericht und das Oberlandesgericht Düsseldorf die Klausel für unwirksam erklärt.

Amazon verschickt derzeit E-Mails an Prime-Mitglieder, in denen der Konzern ausdrücklich auf das Urteil verweist. Nach bisherigem Stand gehen die Mails zuerst an Kunden, deren Mitgliedschaft sich in Kürze verlängert. Laut dem Schreiben gilt die Senkung ab dem 2. Oktober, sodass bei der nächsten Abbuchung nur noch 69 Euro fällig werden. Warum Amazon von einer vorübergehenden Absenkung spricht und wie lange sie gelten soll, geht aus der Mail nicht hervor. Neukunden zahlen dagegen weiterhin 89,90 Euro.

Ungeklärt ist bislang, ob Kunden die Aufschläge zurückbekommen, die sie seit 2022 gezahlt haben. Klären soll das eine Sammelklage, mit der die Verbraucherzentrale NRW vor dem Oberlandesgericht Hamm die Erstattung der Differenz zwischen altem und erhöhtem Preis fordert. Betroffene können sich weiterhin kostenlos in das Klageregister eintragen.

Kategorie: Apple

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