Apple Watch Zulieferer: Bestellungen steigen, Nachfrage kann gestillt werden

| 18:15 Uhr | 0 Kommentare

Bei der Verfügbarkeit der Apple Watch gebe es inzwischen keine Probleme mehr, wie der Zulieferer Quanta Computer bekannt gab. Zudem rechnet die Firma im kommenden zweiten Halbjahr damit, dass Apple die Bestellzahlen „möglicherweise“ anhebt. Die Lieferzeiten der Apple Watch im Apple Online Store haben sich in den letzten Tagen deutlich verbessert.

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Endmontage bei Quanta Computer

Quanta Computer hat nach eigenen Angaben seit dem zweiten Quartal 2015 einen „beachtlichen Anstieg“ an produzierten Stückzahlen erreicht. Bei Quanta findet die Endmontage der Apple Watches statt. Insofern ist die Firma ein guter Ansatzpunkt für solche Zählungen von Produktionsmengen, weil dort nicht nur Einzelteile, sondern die Geräte selbst vom Band rollen.

Für Mai meldete der Hersteller ein Einnahmeplus von 14,1 Prozent bei Gesamteinnahmen in Höhe von 2,49 Milliarden Dollar. Der Großteil dieser Einkünfte gehe auf die Apple Watch zurück.

Zweifel am Erfolg der Apple Watch

Weniger optimistisch äußerte sich ein Kommentar von DigiTimes am Freitag. Darin hieß es, dass Apples Verkaufszahlen bisher hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Seit der Markteinführung der Apple Watch seien nur drei Millionen Geräte an die Kunden gegangen. Ein definitives Faktum ist diese Zahl aber nicht. Die Zahl sollte mit vorsicht genossen werden, da Apple keine Verkaufszahlen bekannt gegeben hat. Allgemein wird jedoch damit gerechnet, dass die Apple Watch bessere Verkaufszahlen hinlegt, als das Original iPhone im Jahr 2007.

Die Ursache für die Enttäuschung will DigiTimes in einer fehlgeleiteten Konzeption und Marktpositionierung der Smartwatch erkennen. Während das Gerät eigentlich ein Technologieprodukt sei, würde es Apple zum Teil als Luxusware anbieten.

Besonders der Wert der goldenen Apple Watches würde mit der Zeit ansteigen. So erscheint die smarte Uhr als klassisches Anlageprodukt. Doch das ist sie nur äußerlich, das Technische verliere mit der Zeit an Wert. Die Apple Watch sei, so DigiTimes, eben keine klassische goldene Armbanduhr, sondern habe einen sukzessiv abnehmenden Nutzwert. Diese beiden Faktoren widersprechen sich gegenseitig, was wiederum dem Absatz des Produkts schade. – Eine Kritik, die wohl nicht ganz von der Hand zu weisen ist.

Dem gegenüber präsentieren sich Konkurrenzprodukte wie von Fitbit, Jawbone und Xiaomi als wesentlich simplere Konzepte. Das erleichtere dann auch die Marktchancen. Ein Pluspunkt dieser Smartwatches liege auch in ihrer Kompatibilität mit iOS und Android – ein Ansatz, der Apple sicher fern liegt.

Letztendlich wird die Zeit zeigen, wie stark sich die Apple Watch etablieren kann. Ihre Markteinführung liegt noch nicht lang zurück, aus der möglicherweise zögerlichen Annahme seitens der Kunden kann sich noch einiges entwickeln. Ein wenig Geduld ist also angebracht, will man kein voreiliges Urteil über die Smartwatch fällen.

Kategorie: Apple

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