HomeKit: Hohe Bluetooth-Sicherheitsanforderungen verzögern Einführung

| 17:21 Uhr | 1 Kommentar

Zur WWDC 2014 stellte Apple im Juni letzten Jahres erstmals HomeKit vor. Seitdem hat sich hinter den Kulissen viel getan. Hersteller von Zubehör haben sich an die Arbeit gemacht und erste Produkte entwickelt. Mittlerweile, über ein Jahr später, haben fünf Hersteller kurz vor der WWDC 2015 Keynote ihre Produkte angekündigt und damit begonnen, Vorbestellungen entgegen zu nehmen.

Hohe HomeKit-Sicherheitsstandards

Die Anzahl der verfügbaren Produkte lässt sich an einer Hand abzählen. Unter anderem sollen hohe Anforderungen an die Verschlüsselung per Bluetooth zu Verzögerungen führen.

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Die Kollegen von Forbes beschäftigen sich mit einem aktuellen Bericht mit der Materie. Es heißt, dass Apple hohe Sicherheitsstandards fordert und Hersteller mit diesen zu kämpfen haben. In erster Linie soll es um die strikten Sicherheits-Anforderungen bei Bluetooth LE gehen. Grundsätzlich lässt Apple WiFi als auch Bluetooth LE Geräte für HomeKit zu. Allerdings verlangt Apple eine 3071-Bit oder Curve25519 Verschlüsselung.

Während WiFi-Geräte verhältnismäßig einfach mit der Verschlüsselung umgehen, sollen Hersteller von Bluetooth LE HomeKit-Geräten mit Problemen zu kämpfen haben. So gab der deutsche Hersteller Elgato beispielsweise an, dass es zu Beginn der Entwicklung 40 Sekunden dauerte, bis ein Sensor erkannte, ob ein Fenster geöffnet ist oder nicht. Eine Verzögerung, die nicht gerade komfortabel ist. Wir denken z.B. an das Öffnen einer Haustür. Wer möchte 40 Sekunden warten, bis er die eigene Wohnung oder das eigene Haus betreten darf?

Elgato hat allerdings als einziges Unternehmen bisher eine Möglichkeit gefunden, mit der aktuellen Hardware so umzugehen, dass es zu keinerlei Verzögerung kommt. Die Firmware der eigenen Geräte wurde modifiziert und zudem wurde zusätzlicher Arbeitsspeicher verbaut. Auf Nachfrage hat uns Elgato am heutigen Tag mitgeteilt, dass man mit HomeKit und der Bluetooth LE Implementierung sehr zufrieden sei und die Meinung der anonymen Quelle von Forbes nicht teilen kann. Elgato freut sich, in diesen Tagen mit der Auslieferung zu beginnen. Die ersten Eve-Geräte sind in der Distribution eingetroffen.

Andere Hersteller haben bisher keine Lösung für das Problem gefunden. Dies bietet Elgato grundsätzlich die Möglichkeit, ihre Technologie für andere Unternehmen zu lizenzieren. Alternativ könnten andere Hersteller auch auf leistungsstärkere Bluetooth-Chips warten. In Kürze sollen die ersten HomeKit Produkte der Elgato Eve-Serie an Kunden ausgeliefert werden. Diese könnt ihr hier bei Amazon vorbestellen.

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • Somaro

    Elgato habe ich die Steckdosen vorbestellt, für zwei kritische Leisten, bei denen ich mal den Stromverbrauch langfristig überprüfen möchte. Ansonsten warten ich auf die HomeKit Integration bei Philips Hue und offenbar kann ich da noch etwas länger warten.

    23. Jul 2015 | 21:06 Uhr | Kommentieren

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